Musik und Texte zum Ewigkeitssonntag

Das Kammerorchester Elisabeth-Consort Hannover spielte unter der Leitung von Joachim Frust. Solistin am Violoncello war die erst dreizehnjährige Hannah Ruschepaul aus Altwarmbüchen. (Foto: Foto: R. Tiffe)

Hospizdienst lud zum vierten Mal ein zum Benefizkonzert

Bissendorf (ti). Zum vierten Mal lud der Ambulante Hospizdienst Burgwedel-Isernhagen-Wedemark ein zum Benefizkonzert in der St. Michaeliskirche in Bissendorf. Damit sei es schon fast eine Tradition, hielt die Vorsitzende Christine Müller in ihrer Begrüßungsrede fest. Durch Musik und Texte sei in diesen trüben Novembertagen ein Raum für Besinnung geschaffen worden, ein Ritual, das Halt gebe in dieser haltlosen Zeit. Das Kammerorchester Elisabeth Consort, Hannover, spielte Werke von Händel und Pachelbel sowie das anspruchsvolle Cellokonzert von Haydn. Es gab der jungen Solistin Hannah Ruschepaul Gelegenheit zu ihrem ersten Auftritt in der Öffentlichkeit. Die Dreizehnjährige aus Altwarmbüchen ist Jungstudentin an der Musikhochschule Hannover im Fach Violoncello. Im Mai dieses Jahres war sie Preisträgerin im Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ geworden. Das Publikum dankte ihrem konzentrierten und sicher wirkenden Spiel mit einem begeisterten, lang anhaltenden Beifall. Etwa 140 Besucherinnen und Besucher waren berührt von der Musik und den Worten, die von Trauer sprachen und von der Hoffnung auf das Ewige Leben. Superintendent Martin Bergau las „Die Brücke“, einen hilfreichen Text von Jörg Zink. Auszüge aus einer Schrift von Verena Kast, sowie Gedichte schlossen sich zwischen den Musikstücken an, gelesen von den jeweils zuständigen Ansprechpartnern in den Gemeinden Wedemark und Isernhagen, Robert Schoevaart und Angelika Beck. Für den Erlös aus den Spenden nach dem Konzert hat der Ambulante Hospizdienst gute Verwendung. Wie Christine Müller zu Beginn mitteilte, kann die ehrenamtliche Einrichtung der wachsenden Nachfrage nach einer Begleitung in der existentiellen Situation des Sterbens immer besser gerecht werden. Das Team unter der Koordination von Ute Rodehorst konnte nach dem dritten Schulungskurs auf 34 Begleiterinnen und Begleiter verstärkt werden. Auch räumlich wird sich der Ambulante Hospizdienst weiter entwickeln. Für 2011 sagte Frau Müller ein neues Büro in zentraler Lage von Großburgwedel zu. Dort soll auch ein Trauercafé eingerichtet werden, ein Treffpunkt für trauernde Angehörige.