Neue Lehrküche der Berufsbildenden Schule 2 der Region Hannover eingeweiht

Die Schulleiterin der BBS 2, Barbara Weichhold, zeigt Regionspräsident Hauke Jagau die neue Ausgabestelle für Speisen zwischen der Lehrküche und der künftigen Schulmensa.

Künftig kochen Auszubildende für Auszubildende

Region. Ihre Auszubildenden gewinnen regelmäßig niedersächsische Nachwuchswettbewerbe, jüngst sogar deutsche Meisterschaften – die Berufsbildende Schule (BBS) 2 der Region Hannover ist landesweit eine der angesehensten Berufsschulen für Gastronomie und Lebensmittelhandwerk. Um die Qualität der Ausbildung noch weiter zu steigern, hat die Region Hannover mit Mitteln des Konjunkturpakets die Lehrküche umgebaut und erneuert. Die Kosten betrugen insgesamt rund 380.000 Euro. „Wir wollen, dass Auszubildende an den Berufsbildenden Schulen so realitätsnah wie möglich auf ihren späteren Beruf vorbereitet werden“, sagte Regionspräsident Hauke Jagau bei der Einweihung der Lehrküche in der hannoverschen Schule am Dienstagnachmittag (14.September). „Deshalb finde ich es ausgezeichnet, dass die Auszubildenden künftig an moderner Technik ihr Handwerk lernen und außerdem Speisen für andere Schülerinnen und Schüler zubereiten können – und damit auch mal Lob, Anerkennung oder vielleicht Kritik direkt von ihren Kolleginnen und Kollegen erhalten“, so der Regionspräsident.
Die Lehrküche wurde mit neuen, energiesparenden Geräten auf Basis der Induktionstechnik ausgestattet. Hinzu kamen eine Küchenlüftungsdecke, ein neuer Spülbereich und zusätzliche Schülerarbeitsplätze, die für alle Berufsgruppen des Lebensmittelhandwerks und der Gastronomie nutzbar sind. So können nun erstmals auch Auszubildende der Berufsgruppe Fleischer den Raum zum Beispiel für die Wurstherstellung nutzen. Außerdem wurden die Elektroinstallationen saniert. Wichtigste Neuerung: Durch eine neu eingebaute Durchreiche zum Nebenraum, dem Lehrrestaurant, können künftig Speisen von der Küche direkt in die zukünftige Mensa ausgegeben werden. „Dass Schülerinnen und Schüler der Berufseinstiegsklasse und der einjährigen Berufsfachschule Gastronomie im Praxisunterricht hergestellte Gerichte ausgeben können, steigert die Unterrichtsqualität im Hinblick auf Handlungsorientierung“, sagte die Leiterin der BBS 2, Barbara Weichhold. „Die Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung und wirken so aktiv am Schulleben mit. “Langfristig, so die Schulleiterin, wäre auch denkbar, das Lehrrestaurant zusätzlich als Internetcafé zu nutzen. Noch aber wird der Raum für den Unterricht benötigt, so dass Pausenmahlzeiten für Schülerinnen und Schüler der BBS 2 frühestens im nächsten Jahr angeboten werden können. „Gerade vor dem Hintergrund, dass wir ein großes Einzugsgebiet und die Schülerinnen und Schüler mitunter lange Schulwege haben, ist ein Mittagstisch sinnvoll und notwendig“, sagte Weichhold. Bauftragt mit der Planung des Umbaus war das hannoversche Büro Mosaik Architekten. „Planungsziel war, einen funktionierenden Lehr- und Lernort für Lehrer und Schüler mit integriertem Wohlfühlcharakter zu schaffen, gewürzt mit einer Prise Atmosphäre und viel Kommunikation“, sagte Architekt Robert Marlow. „Die heute einzuweihenden Räumlichkeiten stellen, eigentlich als ’Begleitfisch’ zur umfangreichen energetischen und brandschutztechnischen Sanierung der BBS 2, das neue Herz der Schule dar.“ Die Berufsbildende Schule 2 bildet im dualen System sowie als Berufsfachschule in den Bereichen Gastronomie, Lebensmittelhandwerk und Lebensmittelindustrie aus. Angegliedert sind außerdem die Hotelfachschule und die Fachschule Lebensmitteltechnik. Zurzeit sind 2663 Schülerinnen und Schüler an der BBS 2.