Neuer Kunstrasenplatz für die Schule am Wasserwerk in Burgdorf

Gruppenbild nach einem leistungsgerechten Unentschieden.
 
Anstoß auf dem neuen Kunstrasenplatz: Andreas Strauch, Mitglied der Regionsversammlung, Schiedsrichter Florian Meyer und Regionspräsident Hauke Jagau mit Schülern der Förderschule am Wasserwerk in Burgdorf (v. l. n. r.).

Eröffnungsspiel mit dem Regionspräsidenten

Region. Der Ball rollt wieder an der Burgdorfer Schule am Wasserwerk. Egal ob Regen oder Sonnenschein – künftig wird kein Matsch oder Staub den Spaß am Spiel verderben. Mit Mitteln des Konjunkturpakets hat die Region Hannover für die Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung anstelle des alten Sandplatzes einen neuen Kunstrasenplatz gebaut. Zur Einweihung des Kleinspielfelds kickte am Dienstagvormittag (28. September) ein Team um Regionspräsident Hauke Jagau gegen eine Schülerauswahl – unter der Leitung des FIFA-Schiedsrichters Florian Meyer.
„Sport und Bewegung fördern langfristig die Gesundheit und machen den Kindern Mut, eigene Stärken zu entdecken“, sagte Regionspräsident Hauke Jagau vor Anpfiff des Einweihungsspiels. „Daher sind die Mittel des Konjunkturpakets hier richtig gut angelegt, zumal auch bei der Auswahl der Materialien die besonderen Bedürfnisse von Kindern berücksichtigt werden konnten“, so Jagau.
Die Oberfläche des Platzes ist so beschaffen, dass die Kinder bei Stürzen weich fallen und sich bei Reibung mit dem Kunstrasen nicht die Haut verbrennen. Der Belag erfüllt professionelle Anforderungen – die beauftragte Spezialfirma aus Wolfsburg hat einen Kunstrasen verlegt, auf dem auch die Profis des VFL Wolfsburg oder des Zweitligisten FC Ingolstadt trainieren. Außerdem liegt der Kunstrasen auf dem Gelände der Sportschule des Niedersächsischen Fußballverbandes in Barsinghausen, wo hin und wieder die Nationalmannschaft ihr Quartier aufschlägt.
Die Spielfeldfläche beträgt 12 Meter mal 26 Meter. Der Aufbau des Bodens besteht aus einer 20 Zentimeter starken Drainageschicht zur Abführung des Regenwassers, einer 15 Zentimeter dicken Mineraltragschicht sowie einer 2,5 Zentimeter starken elastischen Tragschicht aus Recycling-Gummigranulat, das den Boden angenehm weich macht. Da nur hin und wieder Granulat nachgestreut oder Laub entfernt werden muss, ist der Platz äußerst pflegearm.
„Projekte wie diese erhöhen die Qualität und die Vielfalt des Bildungsstandorts Burgdorf“, sagte Bürgermeister Alfred Baxmann. „Der Fußballplatz stand schon länger auf der Wunschliste der Schule, daher ist es eine wunderbare Sache, dass nun mit öffentlichen und privaten Mitteln der Plan in die Wirklichkeit umgesetzt werden konnte“, so Burgdorfs Bürgermeister.
Die Bauphase dauerte von Ende Mai bis August, die Kosten betrugen insgesamt 50.000 Euro. Rund 10.000 Euro davon hat der Förderverein der Schule für Tore und den zusätzlichen Einbau von zwei Bodenhülsen an der Mittellinie aufgebracht. Dadurch können die Kinder auf dem Platz nicht nur ganzjährig Fußbälle schießen, die Fläche ist künftig vielseitig nutzbar – zum Beispiel zum Volleyball- oder Tennisspielen.
Schulleiter Gerd Schierstaedt freute sich über den Bau der neuen Spielfläche und dankte den Unterstützern. Der Platz sei auch deshalb so wichtig, weil Fußballspielen dazu beiträgt, die Kinder durch individuelle Förderung zur weitgehenden Selbstständigkeit in unserer Gesellschaft anzuleiten und damit das Ziel der pädagogischen Arbeit zu erreichen: „Die Schülerinnen und Schüler machen beim Mannschaftssport Erfahrungen in den Grundformen des sozialen Miteinanders, indem sie kooperieren und sich verständigen müssen. Sie lernen, sich an der Idee der Fairness zu orientieren und Risiken nicht nur zu erkennen, sondern auch einzuschätzen. Sie erfahren ihre Mannschaft als Gemeinschaft – und schöpfen gegenseitiges Vertrauen“, so der Schulleiter.
Mit einem großen Schulfest wurde die Einweihung gefeiert – so führte die Step-AG der Förderschule eine Tanzeinlage auf, es standen ein Magnetfußballtisch, ein Krökeltisch oder eine Torwand zum Kicken in allen Variationen bereit. Das Eröffnungsspiel zwischen dem Team des Regionspräsidenten – neben Hauke Jagau schlüpften unter anderem auch die Mitglieder der Regionsversammlung Heinz Strassmann und Andreas Strauch in die Fußballschuhe – ging übrigens 8:8 aus. Florian Meyer musste nicht einmal zur Gelben oder gar Roten Karte in die Tasche greifen.
„Beim Fußball lernen die jungen Menschen, sich gegenseitig mit Toleranz und Respekt zu begegnen, gleichzeitig erkennen sie, dass man nur gemeinsam zum Erfolg kommt“, so der Schiedsrichter. „Wenn man sieht, mit wie viel Freude und Begeisterung die Schülerinnen und Schüler hier auf dem Platz gekämpft haben, ist es einfach toll, dass diese Möglichkeit zum Fußballspielen geschaffen wurde.“
Die Schule am Wasserwerk ist eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung in Trägerschaft der Region Hannover. Zurzeit besuchen rund 110 Schüler die 1981 gegründete Ganztagsschule in den Klassenstufen eins bis 13. Das Einzugsgebiet reicht über Burgdorf hinaus bis nach Lehrte und Uetze.