Regions-FDP bei „Windwärts"

„Klimaschutzrahmenprogramm konkretisieren“

Region. Im Rahmen ihrer diesjährigen Sommerbereisungen hat die FDP-Fraktion zum Thema „Klimaschutz“ das Unternehmen Windwärts Energie GmbH und die Klimaschutzagentur Region Hannover gGmbH besucht. Ziel des Informationsaustauschs mit den Geschäftsführern war insbesondere, Anregungen zum Klimaschutzrahmenprogramm der Region Hannover aufzunehmen. Mithilfe dieses Programms soll es gelingen, bis 2020 den CO²-Ausstoß in der Region um 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Um dieses ehrgeizige Ziel erreichen zu können, muss nach Auffassung der FDP-Fraktion jetzt eine schnelle Konkretisierung des Klimaschutzrahmenprogramms der Region, das bereits seit zwei Jahren diskutiert wird, erfolgen. Die drei Möglichkeiten zur Zielerreichung, das Einsparen von Energie, die Steigerung der Energieeffizienz und der Ausbau der Erneuerbaren Energien werden von der FDP-Fraktion voll unterstützt.

Besonderen Handlungsbedarf sieht die FDP-Fraktion in der besseren Vernetzung der Region mit der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer Hannover. Fraktionsvorsitzender Dieter Lüddecke meint: „Beide Seiten würden hierdurch erheblich profitieren: Die in den Kammern zusammengeschlossen Unternehmen, die sich auf energetische Gebäudesanierung sowie auf die Installation von Fotovoltaik- oder Solarthermieanlagen spezialisiert haben, können durch bessere Kenntnis von Rahmenbedingungen ein passgenaues Angebot vorhalten, die Region kann ihren theoretischen Blickwinkel um Erfahrungsberichte aus der Praxis erweitern. Die Region würde hierdurch nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten, sondern gleichzeitig den Unternehmen die Möglichkeit geben, neue und zukunftsfähige Arbeitsplätze in der Region zu schaffen.“ Komplettiert würde nach Auffassung der Fraktion diese Netzwerkarbeit durch eine Einbindung der Wirtschaftsförderung der Region, z. Bsp. bei Beratungsleistungen für KMU insbesondere im Bereich Energieeffizienz. Im Bereich der Netzwerkarbeit zeigte sich die FDP-Fraktion beeindruckt von der Vorgehensweise der Klimaschutzagentur Region Hannover gGmbH, die mithilfe von Akteurs-, Projekt- und Infoforen den ständigen Austausch mit Wirtschaftspartnern, Hochschulen und Forschungsinstituten, Gesellschaftern und Umweltverbänden pflegt. Aus Sicht der FDP-Fraktion könnte die Klimaschutzagentur eine stärkere Rolle bei der Fortschreibung des Klimaschutzrahmenprogamms im Bereich der Moderation spielen.

Die weitere Steigerung der Akzeptanz von Klimaschutzmaßnahmen sowie für den Ausbau regenerativer Energien muss aus Sicht der Fraktion künftig noch mehr im Focus stehen. Einen wichtigen Anteil hieran könnten Region und Regionskommunen aufgrund ihrer Vorbildfunktion zu. Bsp. über die verstärkte Nutzung von Solarthermie und Fotovoltaik leisten. Im Bereich der Windenergie fordert die FDP-Fraktion eine zeitnahe Überprüfung der bisherigen Festlegungen: Eine Untersuchung der Windenergiepotenziale in der Region sollte nicht erst im Rahmen der Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogamms für 2012 auf der Agenda stehen. Ebenso sollte nach Ansicht der FDP-Fraktion zügig die „Grüne Welle“ in der Landeshauptstadt Hannover eingeführt werden, denn durch das ständige „Stopp and Go“ wird ein erheblicher zusätzlicher und vermeidbarer CO²-Ausstoß verursacht.