Schnelle Hilfe auf zwei Rädern

Drei Stauhelfer und ihre schweren Maschinen: Walter Waggeling, Norbert Bothe und Thomas Malecha (v.l.) vom Johanniter-Ortsverband Aller-Leine sorgen während der Sommermonate wieder für Sicherheit auf der A7.

Johanniter geben Tipps für eine stressfreie Fahrt

Schwarmstedt. Zu Beginn der Osterferien in Niedersachsen haben die Motorrad-Stauhelfer der Johanniter auf ihren 90 PS starken, rot-weißen Maschinen viel zu tun. Auf der A7 von der dänischen Grenze bis zum Harz, auf der A1 rund um Hamburg, vom Ahlhorner Dreieck bis Lübeck/Travemünde und auf der A2 von Bielefeld bis hinter Braunschweig unterstützen sie Autobahnpolizei und Rettungsdienst. Sie helfen bei Unfällen, Pannen und der Beseitigung von Staus.
96 ehrenamtliche Fahrer auf 24 Maschinen der Johanniter-Stauhilfe Nord starten ihre Touren von den Standorten Ahlhorn, Braunschweig, Göttingen, Gronau, Hannover, Hildesheim, Lübeck, Salzgitter, Schleswig, Schwarmstedt und Seevetal/Meckelfeld aus und stehen am Wochenende freiwillig im Stau, um Reisenden zu helfen. Seit 15 Jahren trägt die Motorradstaffel dazu bei, dass es auf den Autobahnen sicherer wird. Rund 25 000 Kilometer fahren sie in jeder Saison.
Die Motorradstaffel leistet Erste Hilfe, unterstützt die Fahrer liegen gebliebener Fahrzeuge bei der Absicherung und ruft den Abschleppdienst. Staugeplagte Familien werden mit Erfrischungen, Kinderspielzeug und Umleitungsempfehlungen versorgt. „Wenn sich ein Autofahrer verfahren hat, helfen wir auch schon mal beim Kartenlesen oder Einstellen des Navigationssystems“ sagt Norbert Bothe, Stauhelfer der Johanniter des Ortsverbandes Aller-Leine. Dabei ließen sich mit der richtigen Vorbereitung viele Zwischenfälle vermeiden, weiß Bothe.
„Bevor die Reise beginnt, sollte das Fahrzeug überprüft werden: Reifendruck, Licht, Verbandskasten, Warndreieck und -westen. Eventuell steht auch ein Ölwechsel an“, erklärt der Stauhelfer. Außerdem sollten Autofahrer die Reiseroute mit einer aktuellen und genauen Karte planen und sich Gedanken über Alternativstrecken zu berühmten Stauautobahnen machen. „Einen Stau bis zu zwei Kilometer Länge sitzt man am besten aus“, so Bothe. „Ansonsten sollte man eine Ausweichroute wählen oder einfach eine Pause einlegen.“