Schule und dann? Ein Jahr für den Naturschutz NABU und NAJU bieten Stellen im Freiwilligen Ökologischen Jahr in Hannover an

Region. Wenn die Schulzeit sich dem Ende neigt, fragen sich viele: Was kommt danach? Soll ich eine Ausbildung machen, weiter die Schulbank drücken oder ist vielleicht doch ein Studium das Richtige? Und was will ich eigentlich später beruflich machen? Auch die Landesverbände des NABU Niedersachsen sowie der Naturschutzjugend NAJU bieten jeweils jungen Menschen, die sich für ökologische Themen begeistern können und gerne mit anderen Menschen zu tun haben, die Chance, ein FÖJ zu absolvieren.
Um Jugendlichen etwas mehr Zeit für diese Entscheidung zu lassen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich für eine gute Sache zu engagieren, werden in ganz Niedersachsen auch im Jahr 2011/2012 circa 200 Stellen für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) frei. Zwölf Monate lang, von Anfang September bis Ende August, können Interessierte zwischen 16 und 26 Jahren bei den Naturschutzverbänden in die Aufgaben und Tätigkeiten einer gemeinnützigen Organisation reinschnuppern und dabei erste Berufserfahrungen sammeln. "Im FÖJ bei uns kann man aber auch sehr viele eigene Ideen verwirklichen und sich kreativ austoben. Außerdem dient es zur Entwicklung eigener Zukunftsperspektiven", sagte Vanessa Pache, Geschäftsführerin, NAJU Niedersachsen.
Für Malte Kiesé, der momentan sein FÖJ bei der NAJU macht, bedeutet dies, dass er die Schwerpunkte seiner Arbeit selbst aussuchen kann: "Ich wollte nach der Schule etwas Neues ausprobieren und etwas Praktisches machen. Da mir der Naturschutz wichtig ist, und weil ich gerne mit Kindern und Jugendlichen zusammen arbeite, ist das FÖJ bei der NAJU genau das Richtige. Ich arbeite in der Redaktion einer Jugendzeitschrift, organisiere ein Jugend-Umweltfest, und leite ab März eine eigene Kindergruppe in Hannover. Alles freiwillig und mit anderen Jugendlichen zusammen." Unterstützt wird er dabei von Mitarbeitern und ehrenamtlichen Kräften, die Praxiserfahrungen haben und hilfreiche Tipps und Kniffe kennen. Die Schwerpunkte der FÖJ-Arbeit bei NABU und NAJU in Niedersachsen sind abhängig von den aktuellen Projekten, sie stehen jedoch immer in Bezug zu Naturschutz- und Umweltthemen.
Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) ist ein Jahr der ökologischen Bildung und der Orientierung, das jungen Menschen die Möglichkeit gibt, sich ein Jahr lang für die Erhaltung einer lebenswerten Umwelt einzusetzen. Vor allem die Mitarbeit bei meist gemeinnützigen Jugendorganisationen von Umweltschutzverbänden gibt den jungen Menschen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten in einem neuen Umfeld kennen zu lernen. Auf mehreren einwöchigen Seminaren, die die Trägerorganisationen überregional veranstalten, werden Themen wie Ökosysteme, Nachhaltigkeit oder Globalisierung behandelt. Das Freiwillige Ökologische Jahr gibt es in Deutschland seit 1993, den 'großen Bruder', das Freiwillige Soziale Jahr in Vorläuferformen bereits seit fast 50 Jahren. Seit Ende der 90-er Jahre haben sich die Teilnehmerzahlen beim FÖJ vervierfacht, Tendenz weiter steigend.
Interessierte an den beiden FÖJ- Stellen beim NABU Niedersachsen und der NAJU Niedersachsen in Hannover erhalten Informationen telefonisch unter (05 11) 9 11 05-0.
Das Freiwillige Ökologische Jahr Niedersachsen ermöglicht Jugendlichen, nach der Schule ein Jahr lang im Umwelt- und Naturschutz zu arbeiten und auf diese Weise praktische Erfahrungen zu sammeln. Begleitet wird das Jahr durch fünf Seminare, bei denen sich alle "FÖJler" einer Region treffen. Im Vordergrund stehen hierbei Umweltthemen, die von den Teilnehmern mitbestimmt werden können.
Das FÖJ ist ein Angebot für junge Leute zwischen 16 und 26 Jahren mit Lust auf Naturschutzarbeit. Allgemeine Informationen zum FÖJ in Niedersachsen gibt es auf http://www.nna.niedersachsen.de, der Bewerbungsschluss für das FÖJ-Jahr 2011/2012 ist der 15. März 2011.