Schwarz-gelbe Kürzungen gefährden Substanz der Jobcenter in der Region Hannover – Grüne fordern von Arbeitsministerin Kurskorrektur

Region. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Brigitte Pothmer hat die Aufstockung der Arbeitsförderungsmittel für Weiterbildung und für den sozialen Arbeitsmarkt gefordert. Die Kürzungen im Etat der Jobcenter der Region Hannover würden die dramatischen Auswirkungen der „von der Leyenschen Rotstift-Attacken“ demonstrieren. „25 Prozent Kürzungen im laufenden Jahr sind untragbar, zumal die Zahl der Arbeitsuchenden in der Region höher ist als vor einem Jahr“, sagte die Grünen-Politikerin am Freitag (heute).
„Mit weniger Geld mehr Menschen besser fördern ist ein Ding der Unmöglichkeit." Es bestätige sich auch, dass insbesondere diejenigen ohne absehbare Perspektive auf dem Arbeitsmarkt von den Kürzungen betroffen seien, führte Pothmer aus. Das sei unverantwortlich und verschärfe die Spaltung der Gesellschaft.
Die Bundesarbeitsministerin leide unter „Realitätsverlust“, wenn sie das nicht wahrhaben wolle, sagte Pothmer. Die Grünen-Politikerin will ihre Forderung nach Rücknahme der Kürzungen auch bei der für Sonntag anberaumten Fortsetzung der Verhandlungen im Vermittlungsausschuss auf Bundesebene erneut ins Gespräch bringen. „Bisher hat sich die Ministerin in dieser Frage aber keinen Millimeter bewegt, das muss sich ändern“, sagte Pothmer.