Seniorenheim besucht Therapiegarten

Die Senioren aus der Einrichtung in Langenhagen fühlten sich wohl im Therapiegarten in Mellendorf.
Mellendorf/Langenhagen. Pünktlich um 14 Uhr fahren zwei Kleinbusse auf den Hof vor dem Therapiegarten Grüne Stunde. Gärtnerin und Gartentherapeutin Corinna Cieslik-Bischof steht schon am Gartentor um die Besucher zu begrüßen. Bis alle aus den Autos ausgestiegen sind dauert es fast 15 Minuten, denn heute sind fünf Rollstuhlfahrer dabei, die einzeln mit einer Hubrampe aus dem Auto befördert werden müssen. Die ersten Besucher sind derweil schon im Garten unterwegs. Die Gruppe sind neun Bewohner des Anni-Gondro-Pflegezentrum aus Langenhagen und sie sind nicht zum ersten Mal im Therapiegarten. Letztes Jahr war die Gruppe, die von fünf Mitarbeitern begleitet wird, im September zu Gast. Diesmal wollte man den Garten im Frühsommer erleben. Gleich beim Betreten des Gartens werden auch schon die ersten Fragen gestellt: „Wie heißt denn die Pflanze mit den roten Blättern?“ Während die Besucher alleine oder in kleineren Trupps den breiten Hauptweg zum großen Sitzplatz laufen werden immer wieder Pflanzen entdeckt die bekannt sind, es wird an den Duftrosen gerochen oder von den Walderdbeeren probiert. Heute ist das Wetter wechselhaft, deshalb ist der Kaffeetisch im großen Foliengewächshaus gedeckt. Alte Tischdecken kombiniert mit altem Geschirr und natürlich selbstgebackener Kuchen. „Wir starten immer mit Kaffee und Kuchen, die Bewohner sind das aus ihrer Einrichtung gewohnt, um 15 Uhr ist Kaffeezeit,“ so Cieslik-Bischof. Für die Besucher ist dies auch eine Möglichkeit sich zu orientieren, sicher von ihrem Sitzplatz aus. Nachdem der Kuchen geschmeckt und zusammen die Kaffeetafel abgeräumt wurde, startet die Gruppe mit einem Rundgang durch den Garten. Manche Besucher halten sich dabei lieber bei den bunten Staudenrabatten auf, andere inspizieren die Ackerfläche mit dem Gemüse. Während des Rundganges dürfen Pflanzen gepflückt und probiert werden, der ein oder andere kommt mit Blumen oder gepflückten Johannisbeeren zum Sitzplatz zurück. Die Gartentherapeutin hat in der Zwischenzeit ein paar Kräuter geschnitten, die am Ende des Nachmittages zusammen bestimmt werden und zu kleinen Duftsträußchen gebunden werden. So kann sich jeder Besucher eine Erinnerung an den Therapiegarten mitnehmen.