Spannende Präsidentenwahl in Berlin

Caren Marks mit dem Wahlmann Sebastian Krumbiegel, Sänger der Band „Die Prinzen“, am Rande der Bundesversammlung.

Caren Marks: „Gaucks Kandidatur war eine Gewinn für die Demokratie“

Wedemark/Langenhagen. Es war ein Wahlmarathon von über neun Stunden, bis der zehnte Bundespräsident in der Bundesversammlung gewählt worden war. Der rot-grüne Kandidat Joachim Gauck konnte in den drei Wahlgängen mehr als respektable Ergebnisse erzielen und brachte den Kandidaten von CDU und FDP, Christian Wulff, fast um den sicher geglaubten Sieg. Wulff fehlten in allen drei Wahlgängen Stimmen aus dem eigenen schwarz-gelben Lager. „Ich freue mich für Joachim Gauck“, erklärte die SPD-Bundestagsabgeordnete und Wahlfrau in der Bundesversammlung Caren Marks nach der Wahl. Der ehemalige DDR-Bürgerrechtler habe es in den vergangenen Wochen verstanden, die Herzen der Menschen in Deutschland zu erreichen und wirkte weit über alle Parteigrenzen hinweg. „Es war richtig, Herrn Gauck als ein überparteiliches Angebot an alle gesellschaftlichen Gruppen aufzustellen“, ist sich Marks sicher. Die Ergebnisse der drei Wahlgänge zeigten deutlich, dass der Kandidat von SPD und Grünen Stimmen aus allen politischen Lagern auf sich vereinen konnte. Seine Kandidatur sei ein Gewinn für die Demokratie. „Natürlich hätte ich mir wie die meisten Menschen in unserem Land Joachim Gauck als Bundespräsidenten gewünscht. Nun ist aber Christian Wulff gewählt und er verdient Unterstützung“, machte Caren Marks ihre Haltung zum neuen Staatsoberhaupt klar. Außer der Wedemärker SPD-Bundestagsabgeordneten aus Mellendorf war wie berichtet der Langenhagener Dr. Dieter Gallas von der SPD-Fraktion für die Bundesversammlung nominiert worden.