„Unsachliche Polemik“

Region. „Ist Frau Marks nicht informiert?“ fragt sich Eberhard Wicke, CDU-Regionsfraktionsvorsitzender, zu den Äußerungen der SPD-Bundestagsabgeordneten Caren Marks. „Diese unqualifizierten Äußerungen schaden dem Rettungsdienst in der Region Hannover und führen uns in der aktuellen Situation nicht weiter!“ Marks hatte der CDU-Landsregierung Versagen bei einer einvernehmlichen Regelung für die Rettungsdienste vorgeworfen.
Für Wicke ist aber vorrangig der Regionspräsident für das jetzige Problem in der Region Hannover verantwortlich, denn gegen den Rat aller Fachleute hat Hauke Jagau eine klare Regelung im Sinne der regionalen Rettungsdienste über zwei Jahre verhindert. Eine weitere Beauftragung der bisherigen Rettungsdienste - bis zu einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes - wäre wie in anderen Landkreisen Niedersachsens möglich gewesen. „Da hätte die SPD-Bundestagsabgeordnete beim Regionspräsidenten Aufklärungsarbeit leisten können um dem Rettungsdienst in der Region helfen zu können.“ Mittlerweile hat sich sogar die SPD-Regionsfraktion der Meinung der CDU-Regionsfraktion angeschlossen und steht auch für eine weitere Beauftragung der Rettungsdienste. Außerdem ist Wicke der Überzeugung, dass auch Frau Marks weiß, dass „sich jede Bundes- und Landesregierung an europäisches Recht halten muss“. Wicke betont, dass sich die CDU-Regionsfraktion auch weiterhin dafür einsetzen wird, die bewährten Strukturen der Rettungsdienste in der Region Hannover zu erhalten.
Alles andere ist für den Fraktionsvorsitzenden billige Polemik und falsche Panikmache. Die derzeitige Situation sei nach Meinung der CDU für alle unbefriedigend, denn hinter den Rettungsdiensten in der Region stehen rund 700 Beschäftigte und viele freiwillige Helfer für den Katastrophenschutz - und das will die CDU erhalten. Wicke ist der festen Überzeugung, dass sich „Europa nicht an Billigstandards messen darf, sondern das wir in Deutschland bei den Rettungsdiensten der ‚Standard’ sind und auch bleiben sollten.“ Abschließend hebt Wicke vor, dass für die CDU das Vertrauen der Bürger in unsere Rettungsdienste im Vordergrund steht und nicht ein „parteipolitisches Fingerhakeln.“