Wie zu Martin Luthers Zeiten

Bis auf den letzten Platz ist die mittelalterliche „Osdag-Schänke“ am Reformationsabend besetzt. Foto: B. Stache

In der „Osdag-Schänke“ Mandelsloh wird an den Reformator erinnert

Mandelsloh (st). Bis auf den letzten Platz besetzt war die „Osdag-Schänke“ am Dienstagabend. Ganz in Kerzenlicht getaucht, präsentierte sich die St.-Osdag-Kirche Mandelsloh als mittelalterliche Schänke wie zu Zeiten Martin Luthers. Die Kirchengemeinden der Region erinnerten mit dieser Veranstaltung an den Beginn der Reformation vor 500 Jahren. Das Ensemble „Capella La Monica“ sorgte für den musikalischen Rahmen, Bodo Messerschmidt führte als Moderator durch das unterhaltsame Programm. Mitglieder der Kirchengemeinden traten kostümiert als Laienschauspieler auf und setzten sich in gekonnten Dialogen mit dem großen Reformator auseinander – was bewirkte Martin Luther zu seiner Zeit und was bedeutet er uns noch heute? Eilfertige Bedienungen in mittelalterlichen Kostümen brachten derweil gutes Essen und Trinken in stilvollen Tonhumpen zu den Gästen an den langen Tischreihen. Für alle Darbietungen gab es reichlich Applaus. „Schon die Vorbereitung zu diesem mal ganz anderen Reformationsfest haben viel Spaß gemacht. Und es war dann auch ein richtiges Fest“, freute sich die Helstorfer Pastorin Annedore Wendebourg. „Die große Mandelsloher Kirche wirkte völlig verändert, es waren ja nur Kerzen an. Und die Besucher haben es ganz offensichtlich genossen“, lautete ihr Fazit. Ein ganz besonderes Dankeschön gelte den vielen Ehrenamtlichen, die mitgemacht haben – sei es beim Service in mittelalterlichen Kostümen, bei den Spielszenen oder im Hintergrund. „Und wohl an die einhundert Leute haben Geschirr gespendet. Es durfte ja stilecht nur Ton, Holz und Zinn sein“, erinnerte Annedore Wendebourg.