Wieder Jugendschutzkontrollen in der Wedemark

Weiterhin positiver Trend bei Alkohol-Testkäufen der Region Hannover

Wedemark. Erneut gute Ergebnisse bei Alkohol-Testkäufen in der Region Hannover: In Begleitung des gesetzlichen Jugendschutzes der Region Hannover und der örtlichen Polizei hat ein 16-jähriger Schüler versucht, in Supermärkten, Kiosken, Tankstellen und Getränkemärkten in Wunstorf, Sehnde und der Wedemark hochprozentige alkoholische Getränke zu erwerben. Dabei ist die Quote der Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz im Vergleich zu früheren Testläufen in allen drei Kommunen deutlich niedriger ausgefallen. Der positive Trend, der bisher in der dritten Welle der Alkohol-Testkäufe der Region Hannover zu verzeichnen ist, hält damit weiter an.
Im Bereich Sehnde fanden die Alkohol-Testkäufe am Donnerstag, 11. Februar 2010, statt. Aufgesucht wurden sieben Supermärkte, zwei Tankstellen und zwei Getränkemärkte in Sehnde und Ilten. In zwei Supermärkten konnte der Jugendliche Getränke wie Kräuterlikör, Apfelkorn oder Wodka kaufen. Die Quote der Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz beträgt damit im Bereich Sehnde 18 Prozent – gegenüber den ersten Testkaufphasen im vergangenen Jahr mit 53 Prozent und 46 Prozent Verstöße eine deutliche Verbesserung.
Am Freitag, 12. Februar 2010, war das Testkauf-Team im Bereich Wedemark unterwegs. Hier haben drei Geschäfte – zwei Supermärkte, eine Tankstelle – gegen das Jugendschutzgesetz verstoßen – und das, obwohl an beiden Supermarktkassen der Personalausweis vorgezeigt wurde. Insgesamt wurden 16 Testkäufe in elf Supermärkten, drei Tankstellen und zwei Getränkemärkten in Elze, Mellendorf, Wennebostel, Bissendorf und Resse durchgeführt. Die Quote der Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz hat sich damit auch in der Wedemark verbessert: von 64 Prozent im ersten Durchlauf und 27 Prozent im zweiten Durchlauf auf nunmehr 19 Prozent.
 
Obwohl das Ergebnis der Alkohol-Testkäufe im Bereich Wunstorf schlechter ausfällt, lässt sich auch hier ein deutlich gestiegenes Bewusstsein für den Jugendschutz an den Kassen erkennen: Von den am Dienstag, 16. Februar 2010, aufgesuchten 18 Geschäften haben fünf Läden die alkoholischen Getränke verkauft – das entspricht einer Quote der Verstöße von 28 Prozent. Nahezu doppelt so hoch war dieser Wert bei der ersten Testkaufphase (64 Prozent), etwa anderthalb Mal so hoch bei der zweiten Testkaufphase im vergangenen Sommer (43 Prozent). Getestet wurden 13 Supermärkte, ein Kiosk, zwei Tankstellen und zwei Getränkemärkte in Wunstorf, Luthe und Kolenfeld. Durchgefallen sind fünf Supermärkte.
„Je mehr Testkäufe wir durchführen, desto häufiger stellen wir fest, dass an den Kassen die Einhaltung des Jugendschutzes zunehmend wichtiger genommen wird“, sagt Bettina von Domarus vom gesetzlichen Jugendschutz der Region Hannover. „Das ist sicher auch darauf zurückzuführen, dass wir mit den Testkäufen beharrlich weitermachen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einzelhandel daher ständig damit rechnen müssen, überprüft zu werden“, so von Domarus, die die Testkäufe zusammen mit der örtlichen Polizei begleitet hat. 
Seit Anfang November 2009 läuft die dritte Welle von Alkohol-Testkäufen in der Region Hannover. Dabei wurden zusammen mit der örtlichen Polizei bisher zwölf von 15 Kommunen, für die die Region Hannover die Jugendamtsaufgaben wahrnimmt, getestet. In den kommenden Wochen gehen die unangemeldeten Kontrollen weiter: in Geschäften in Burgwedel, Isernhagen und Pattensen.
Insgesamt hat die Region Hannover seit Ende Januar vergangenen Jahres 512 Testkäufe durchgeführt – 173 in der ersten Welle, 187 in der zweiten Welle und bis jetzt in der dritten Welle 152 Testkäufe. Die Quote der Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz hat sich von 53 Prozent in der ersten Welle und 42 Prozent in der zweiten Welle auf nunmehr 31 Prozent in der dritten Welle verbessert.