Zulassung als Optionskommune?

Grüne Mitgliederversammlung stimmt für Option

Region. Die Mitgliederversammlung des Grünen Regionsverbands unterstützt das Ziel der Grünen Regionsfraktion, dass sich die Region Hannover um die Zulassung als Optionskommune bewirbt. Dies beschloss die Mitgliederversammlung am Dienstag Abend (7. September) ohne Gegenstimme. „Wir möchten uns die kommunalen Gestaltungsmöglichkeiten, die die Region Hannover als Optionskommune erhalten würde, nicht entgehen lassen“, sagt Brigitte Deyda, Vorsitzende des Regionsverbands. „Wir wollen für die BezieherInnen von Arbeitslosengeld II passgenaue Angebote zur Integration in den Arbeitsmarkt eigenständig entwickeln und anbieten können.“ „Die personelle Situation der Jobcenter macht eine individuelle Beratung und Betreuung der Betroffenen zur Zeit nahezu unmöglich“, ergänzt Christian Gailus, Vorsitzender des Regionsverbands. „Die Beschäftigten der Jobcenter protestieren zu Recht gegen ihre Arbeitsbedingungen. Als Optionskommune können wir für verbesserte Arbeitsbedingungen im Sinne einer qualifizierten Beratung sorgen.“
Hintergrund:
Aufgrund einer Verfassungsänderung besteht für eine begrenzte Anzahl an
Kommunen die Möglichkeit, die Betreuung und Vermittlung von
TransferleistungsempfängerInnen nach dem SGB II in die kommunale
Trägerschaft zu übernehmen (Optionsmodell). Die Regionsversammlung wird
voraussichtlich sich am 28. September mit dieser Möglichkeit befassen.