350 Kids wollen sprayen – 25 dürfen

Fünft- bis Zehntklässler des Gymnasiums arbeiten im Rahmen der Projektwoche am Sprayprojekt an der Jugendhallenwand. Heute darf jeder mal. Foto: A. Wiese

Projekt von Jugendpflege, Jugendparlament und Gymnasium an der Jugendhalle

Mellendorf (awi). Da musste das Los entscheiden: 350 Bewerbungen gab es für das Spray-Projekt von Jugendparlament und Jugendpflege im Rahmen der Projektwoche am Gymnasium, aber nur 25 Fünft- bis Zehntklässler konnten mitmachen, berichtet Mareile Schmieta vom Jugendparlament.
Unter Anleitung des professionellen Graffiti-Künstlers Christos Pitis wird die bisher farblose Außenwand der Jugendhalle noch bis zum 29. Juli neu gestaltet. Das Kunstprojekt wird in Kooperation vom Jugendparlament Wedemark und der Jugendpflege veranstaltet und ist eingegliedert in die Projektwoche des Gymnasiums Mellendorf, steht aber am heutigen Sonnabend allen Interessierten offen, so Till Holland vom Jugendparlament in einer Pressemitteilung. Das Projekt inklusive Material ist kostenlos, Verpflegung und alte Klamotten sollte allerdings jeder selber mitbringen. Die Außenfassade der Jugendhalle wird zur Graffitifläche hergerichtet. Das bisherige Erscheinungsbild der Jugendhalle ist nicht ansprechend für Jugendliche, so Holland, und mit der Möglichkeit hier Graffitis zu gestalten, werde der Jugendkultur Rechnung getragen. Mit Chris-tos Pitis aus Hannover – eher bekannt unter seinem Künstlernamen Piti – haben die Organisatoren einen Graffiti-Writer der ers-ten Stunde gewinnen können. Sein Kürzel PIT177 deutet auf sein Geburtsjahr 1977. Seine ersten Schritte in der Hip-Hop-Szene und als Graffiti-Artist macht Piti im Jahr 1989. Durch das Erlernen der Airbrush Technik, ab dem Jahr 2003 fand Piti die perfekte Symbiose seiner Kunst, nachdem er zuvor Kalligraphie und Porträtmalerei erkundet hatte. Erste Kontakte mit der Wedemark gab es während des Kulturzelts im letzten Jahr. Der Workshop mit den Wedemärker Kids ist auch für ihn
eine interessante Herausforderung. Möglich geworden sei dieses anspruchsvolle Projekt nur durch das großzügige Sponsoring von Dirk Müschen aus Elze, der kos-tenfrei das Gerüst an der Jugendhalle aufgebaut hat, und von Malermeister Stefan Grimsehl, der die Vorarbeiten übernommen hat, betont Ellen Bruns von der Jugendpflege. Sie und ihre Kollegen haben zuvor die Wand mit Hochdruckreinigern sauber gemacht. Am Donnerstag sprayten die Kids vom mit Netzen gesicherten Gerüst die Vorentwürfe. Der Rest wird von einer Teleskop-Bühne aus erledigt, nur so sind die plastischen Darstellungen möglich, erläuterte Ellen Bruns. Mareile Schmieta koordiniert zusammen mit Sebastian Sacht und Florian Marenke das Projekt in Doppelfunktion: als Jugendparlamentsmitglied und Schüler des Gymnasiums. Was genau dargestellt wird, bleibt übrigens bis zuletzt ein Geheimnis. Nur soviel wird verraten: Es wird um Skater und Soccer in Verbindung mit der Natur gehen.