„Da brat mir einer ‘nen Storch“

Auf der Garage im Hinterhof des Grundstücks Burgwedeler Straße 5 machte es sich der Storch zur Nacht gemütlich. Fotos: A. Wiese

„Da brat mir einer ‘nen Storch“

Bissendorf (awi). Jetzt hat auch Bissendorf seine Storchengeschichte: Hier, wo die Störche eher seltener gesichtet werden, fand sich am späten Montagabend ein Storch, möglicherweise ebenso wie letzte Woche in Mellendorf ein gerade flügge gewordener Jungstorch, auf der Giebelspitze der Garage der Familie Schmitz im hinteren Teil des Grundstücks Burgwedeler Straße 5 ein und machte keine Anstalten, sich dort wieder wegzubegeben. Erst hörte man immer wieder Klappergeräusche und plötzlich steuerte ein zweiter Storch den Giebel an. Er blieb allerdings nur rund zehn Minuten, hob dann wieder ab und ließ sich in der Ortsmitte auf einem Schornstein nieder. Der erste Storch hingegen verharrte ganz ruhig, die ihn beobachtenden Menschen interessiert aber durchaus nicht beunruhigt musternd, auf seinem Aussichtsplatz, auch nach Einbruch der Dunkelheit. Erst als nachts gegen 3 Uhr das Gewitter tobte, sei er verschwunden, berichtete Ilse Schmitz. „Da brat mir einer ‘nen Storch, solchen Besuch hatten wir hier noch nie“, verwendete Bernd Schmitz die bekannte Redewendung, die auf die abergläubische Verehrung bestimmter Vögel und eine biblische Speisevorschrift zurückgeht, die das Essen bestimmter Tiere strikt verbietet.