Ein Reifenbrand an einem Gefahrgut-LKW sorgte für großes Feuerwehraufgebot

Wedemark. Während der Fahrt bemerkte ein LKW-Fahrer kurz hinter der Gemeindegrenze Schwarmstedt eine starke Rauchentwicklung sowie Flammenschein an seinem Tankauflieger. Geistesgegenwärtig stoppte er den LKW am Straßenrand, verständigte die Feuerwehr über Notruf 112 und koppelte die Zugmaschine ab. Anschließend versuchte er dann mit Pulverlöschern den Brand zu ersticken. Durch die schnelle und richtige Reaktion des Fahrers konnte so eine Brandausbreitung auf den Tankauflieger verhindert werden. Der LKW hatte rund 13 Tonnen Schwefelsäure (UN-Nr. 1830) geladen.
Die zuerst eintreffende Feuerwehr Berkhof löschte den Reifenbrand schließlich mit einer Schaumpistole und rund 500 Liter Wasser ab. Der Gefahrstofftank wurde durch das Feuer nicht beschädigt. Durch die nachfolgenden Wehren wurde der Tankauflieger unter schwerem Atemschutz und ständiger Kontrolle mittels Wärmebildkamera mit Sprühstrahl zweier C-Rohre gekühlt. Hierzu wurden weitere 10.000 Liter Wasser aus den Tanklöschfahrzeugen Elze und Mellendorf verbraucht.
Da die Lage der Einsatzstelle zuerst nicht genau genannt werden konnte (zwischen Lindwedel und Berkhof auf der L190), informierte die Regionsleitstelle auch die Leitstelle des Heidekreises und forderte von dort weitere Kräfte an. Somit waren 25 Einsatzkräfte der Wedemärker Wehren Berkhof, Elze und Mellendorf, sowie 20 Einsatzkräfte der Wehren Lindwedel und Hope aus dem Heidekreis im Einsatz. Die L190 war während der Einsatz- und Bergungsmaßnahmen voll gesperrt.