Frühlingszeit ist Pflanzzeit

Ab 24. März 2018 wieder torffreie Erde im Mooriz

Resse. Mit dem Abbau von Torf verschwinden Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten wie das Birkhuhn oder der Sonnentau. Es dauert 1.000 Jahre, bis ein Meter Torf gewachsen ist, das heißt, ein gesundes Moor wächst nur circa einen Millimeter pro Jahr. Intakte Moore speichern das Klimagas Kohlendioxid, abgetorfte Moore setzen es frei. Allein in Deutschland setzt die Torfgewinnung jährlich rund zwei Millionen Tonnen CO2 frei. Moorschutz ist daher auch Klimaschutz. Und es gibt Alternativen zur torfhaltigen Erde. Aha (Abfallentsorgungsgesellschaft Region Hannover) hat sich mit dem Problem auseinandergesetzt und bietet torffreie Erde an. Erde, für die Kompost verwendet wird, der aus den Bioabfällen der Bürger produziert wird. Das Mooriz in Resse unterstützt das Projekt bereits im fünften Jahr und bietet ab 24. März wieder torffreie Erde als Sackware/40 l zum Verkauf an. Der Preis beträgt wie auf den Kompostmärkten von Aha sieben Euro pro Sack (Sonderpreis).

Ausstellung Paludikultur noch bis 10. April im Mooriz

Nasse Moore sind Klimaschützer. In ihren Torfen speichern sie zweimal mehr Kohlenstoff als die gesamte Biomasse aller Wälder der Erde. Gleichzeitig lassen sie sich nachhaltig nutzen – durch Paludikultur. Unter diesem Thema steht die Ausstellung „Moore, Klimaschutz und Paludikultur" des Greifswald Moor Centrum. Bisher werden Moore für land- und forstwirtschaftliche Nutzung meist trockengelegt. In der Folge degradieren die Böden, sacken und gehen teilweise als Flächen für Nutzung verloren. Gleichzeitig setzen die organischen Böden den bisher in ihnen gebundenen Kohlenstoff in beträchtlichen Mengen als Treibhausgas in die Atmosphäre frei. Paludikultur ist die nachhaltige Nutzung nasser Moore – eine noch neue Kunst, die einfallsreich ist und für unsere Zukunft Großes vorhat. Die Ausstellung zeigt, was damit gewonnen werden kann: Biomasse von nassen Mooren ließe sich umwelt- und klimaschonend ohne Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion verwerten, etwa als Futter oder Rohstoff für Baumaterialien, Verpackung – und energetisch als Heizmaterial. Dadurch würde das Klima doppelt geschützt: durch den Ersatz fossiler Rohstoffe und die Reduzierung von Treibhausgasemissionen. Die Ausstellung zeigt die Problematik bisheriger Moornutzung und die Lösung zum Erhalt nasser Flächen in Texten, Bildern und einem Modell. Zu sehen sind Beispiele für die Nutzung von Rohrkolben als Dämmmaterial, von Seggen und Rohrglanzgras als Pellets und vonTorfmoos als Torfersatz im Gartenbau. Die Ausstellung wurde erstellt im Rahmen von MoorDialog – einem Projekt der Nationalen Klimaschutzinitiaitve.
Das Mooriz ist von mittwochs bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet, die Geschäftsstelle ist mittwochs bis freitags unter Telefon (0 51 31) 4 79 97 44 erreichbar. Der Eintritt ist frei.