„Fühlen uns nicht als Streikbrecher“

Mellendorf (awi). Während sich Regionspräsident Hauke Jagau und Verdi auf eine Schlichtung im Tarifstreit bei RegioBus geeinigt haben, haben der örtliche Betriebsratsvorsitzende Peter Hohl sowie die Fahrer Anja Nitz und Thomas Wisniewski die Darstellung des Streiks bei der RegioBus letzte Woche durch den Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Rainer Weber kritisiert. Über den ganzen Tag hätten aktiv 15 Fahrer und Fahrerinnen als auch zwei Fahrdienstleiter und etliche Damen und Herren der Verwaltung nicht gestreikt. Etwa zehn Personen hätten „um des lieben Friedens willen“ Urlaub oder die hart erarbeiteten Überstunden genommen. „An dem besagten Tag wurden wir wieder einmal von dem freigestellten Betriebsrat belogen, mit der Aussage, es gäbe eine interne Absprache zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung, dass die Kollegen, die sich bei der Fahrdienstleitung zum Dienst meldeten, ihren Lohn für den Streiktag bekämen“, erklärten Hohl, Nitz und Wisniewski gegenüber dem ECHO. Nach Rücksprache mit dem örtlichen Betriebsleiter und dem Gesamtbetriebsleiter habe sich aber herausgestellt, dass dies nicht der Wahrheit entspreche. Daraufhin habe man den Kollegen, die auf Geld angewiesen seien, freigestellt, ihren Dienst anzutreten oder unentgeltlich stehen zu bleiben. Diskussionen habe es gegeben, so Hohl, Nitz und Wisniewski, weil mehr als 30 Kollegen ihre Verdi-Mitgliedschaft zum Jahresende gekündigt, aber bis zum 31. Dezember 2012 auf Gleichberechtigung gepocht hätten.