Gemeindewerke ändern Förderprogramm

Subventionen für private Umweltschutzmaßnahmen

Wedemark. Die Modernisierung von Gebäuden lohnt sich für Hauseigentümer. Bei steigenden Energiepreisen sorgen sie mit Dämmung und Heizungsmodernisierung dafür, dass ihre Nebenkosten tragbar bleiben. Der Wohnkomfort verbessert sich und der Wert der Immobilie wird erhöht. Schon seit 1995 wird die Modernisierung von Ein- bis Zweifamilienhäusern in der Wedemark mit Zuschüssen gefördert. Mit Gründung der Gemeindewerke Wedemark GmbH (GWW) ist die Bearbeitung von der Gemeinde Wedemark an diese übergeben worden. Jährlich stehen dafür 30.000 Euro sowie die Hälfte der Einspeisevergütung der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Rathauses zur Verfügung (etwa 4.000 Euro). Ab Januar 2014 gibt es folgende Änderungen: Wärmedämmmaßnahmen werden bis zu einer Höchstsumme von 2.000 Euro gefördert (bisher 1.200 Euro.) Künftig werden nicht nur Passivhausfenster bezuschusst, sondern auch Fenster mit einem U-Wert von höchstens 0,95, die zu der geförderten Dämmung „passen“. Eine Modernisierung von Gebäuden auf ein KfW-Effizienzhaus 55-Niveau wird zusätzlich mit 1.000 Euro gefördert. Der Ersatz einer Heizungsanlage durch eine Heizung mit regenerativen Energieträgern (Solarthermie, Biomasse, Wärmepumpe, KWK) wird gefördert.
Maßnahmen zur Optimierung der Heizungsanlage (Berechnungen für den hydraulischen Abgleich, voreinstellbare Thermostatventile) werden bezuschusst.
Künftig wird auch der Bau eines Passivhauses mit 3.000 Euro bezuschusst.
Antragsunterlagen und die Förderrichtlinie sind im Kundenbüro der Gemeindewerke Wedemark GmbH im Rathaus Mellendorf, Fritz-Sennheiser-Platz 1 erhältlich, können unter www.gemeindewerke-wedemark.de heruntergeladen werden oder auch telefonisch unter (0 51 30) 97 51 250 angefordert werden.
Während der Heizperiode bieten die Gemeindewerke Wedemark zum Preis von 150 Euro auch Thermografieaufnahmen für Wohngebäude mit ein bis drei Wohneinheiten an. Damit können zum Beispiel Wärmebrücken in den Wänden aufgespürt, undichte Fenster und Türen festgestellt, die Qualität der Wärmedämmung geprüft und Feuchtigkeit im Mauerwerk entdeckt werden.
Für 150 Euro bieten die Gemeindewerke bis zu vier thermografische Außenaufnahmen, die dazu passenden Digitalfotos und einen Bewertungsbericht. Ziel der thermografischen Untersuchung ist es, die Temperaturverteilung der Gebäudeoberflächen zu dokumentieren. Die Hausbesitzer haben dann die Möglichkeit, gezielt in entsprechende Sanierungen und Dämmungen zu investieren, um ihren Energieverbrauch zu senken und den Wert ihres Gebäudes zu erhalten. Weitere Informationen und das Auftragsformular gibt es ebenfalls im Kundenbüro der Gemeindewerke.