Investitionen im Bauhof sind nötig

Erik van der Vorm (rechts), Andrea Giese (von links) und Martin Schönhoff besichtigten gemeinsam mit Holger Köhnk vom Bauhof und Gemeindekämmerer Joachim Rose die abgängigen Bauhoffahrzeuge. Foto: A. Wiese

FDP/Bündnis C nehmen überalterte Fahrzeuge in Augenschein

Wennebostel (awi). Eine Investitionssumme von 187.000 Euro für bewegliche Anschaffungen für den Bauhof im Haushalt – das wollte die Gruppe aus FDP und Bündnis C nicht einfach so ohne Hinterfragen abnicken. Daher baten Erik van der Vorm, Andrea Giese und Martin Schönhoff am Donnerstag um einen Ortstermin im Bauhof. Bauhofleiter Holger Köhnk, Heinz Thies und Marcus Karp präsentierten die „Oldies", die ersetzt werden sollen, bei denen man mittlerweile wirklich nicht mehr von "Goldies" sprechen kann, und erklärten auch, wozu sie den Rest der Summe verwenden möchten. Das ehemalige Mellendorfer Feuerwehrauto, mit dem der Straßenwärter die Streckenkontrolle vornimmt, hat mitterweile 25 Jahre und 116.000 Kilometer auf dem VW-Buckel. Das Servicemobil für die Spielplätze ist nur drei Jahre jünger, hat 207.000 Kilometer gelaufen und der Kastenwagen war das erste Fahrzeug der Gemeindejugendpflege. Doch ebenso wie für den VW-Bus gibt es auch für den Mercedes MB 100 so gut wie keine Ersatzteile mehr. Und dieses Problem gilt auch für die alte Doppelkabine, mit der die Grünkolonne unterwegs ist. Der VW-Pritschenwagen ist Baujahr 1995 und hat 182.000 Kilometer gelaufen. Alle drei sollen durch Neufahrzeuge ersetzt werden. Damit war nach dem Ortstermin auch die FDP einverstanden. Van der Vorm bat Gemeindekämmerer Joachim Rose allerdings, doch noch einmal die Wirtschaftlichkeit eines Leasings der Fahrzeuge zu überprüfen. Rose gab zu bedenken, dass der Bauhof durchaus mit dieser Variante arbeitet – so ist beispielsweise das neue Multifunktionsfahrzeug geleast – aber dies für die drei genannten Fahrzeug eigentlich nicht in Frage kommt, weil sie viel zu sehr Gebrauchsfahrzeuge sind, wo Leasing, bei dem zum Schluss jede Schramme abgerechnet wird, sich nicht lohnen würde. Rund 70.000 Euro seien für die Neuanschaffung der drei Fahrzeuge vorgesehen, noch einmal soviel möchte das Bauhofteam in die Anschaffung eines Kehraufsatzes für das Multifunktionsfahrzeug investieren. Das geleaste Fahrzeug kann bisher noch nicht so effektiv eingesetzt werden, wie möglich wäre, hat aber im Winterdienst bereits Sprit, Streumittel und Personalstunden eingespart. Mit dem Kehrzusatzgerät könnte weiter vor allem Personal gespart werden, das dann anderswo eingesetzt werden könnte, erklärte Holger Köhnk. Der Rest der 187.000 Euro ist für diverse Kleingeräte verplant. FDP und Bündnis C bedankten sich für die ausführliche Erklärung, baten um Verständnis für ihre Nachfrage und versicherten, dem Haushaltsansatz jetzt bedenkenlos zustimmen zu können.