Koch zum Brandmeister befördert

Gruppenbild mit Funktionsträgern, Geehrten und Beförderten: (von links) Gemeindebrandmeister Dr. Maik Plischke, Abschnittsleiter Horst Holderith, Detlef Puppa, Stephan Brabeck, Jörg-Heinrich Meyer, Heinz Castens (vorne), Andreas Meyer, Florian Wiese, Horst Moldenhauer, Hanno Stöver und Ortsbrandmeister Friedrich Koch. Foto: A. Wiese

Feuerwehr Rodenbostel arbeitet jetzt mit Elze als Stützpunkt zusammen

Rodenbostel (awi). Traditionell hat die Feuerwehr Duden-Rodenbostel als letzte im Reigen der Wedemärker Feuerwehren am Freitagabend ihre Jahreshauptversammlung abgehalten. Ehrungen und Beförderungen durch Gemeindebrandmeister Dr. Maik Plischke und Abschnittsleiter Horst Holderith standen dabei im Mittelpunkt.
Doch zunächst dankte Ortsbrandmeister Friedrich Koch allen Einwohnern von Duden- und Rodenbostel für ihre Unterstützung der Feuerwehr, insbesondere auch der Jugendwehr. Er bedankte sich aber auch bei seinen Kameraden. Die Feuerwehr war beim Osterfeuer aktiv, unterstützte das Schützen- und Erntefest, stellte eine Abordnung am Ehrenmal und beteiligte sich finanziell am Rasenmäher-Trecker, der künftig am Rastplatz und vor dem Feuerwehr eingesetzt werden soll.
Lehrgänge absolviert
Ihre Truppmann II-Ausbildung haben im vergangenen Jahr Hanno Stöver, Christoph Henneicke und Henrik Plinke bestanden, den Truppführer-Lehrgang Andreas Meyer, den Atemschutzgeräteträgerlehrgang Christoph Henneicke, den Sprechfunker-Lehrgang Aaron Stöver. Die Schwerpunkte bei den regelmäßigen Ausbildungsdiens-ten der Feuerwehr Duden-Rodenbostel lagen auf der Schaum- und der Strom- und Lichtausbildung. Bei den Gemeindewettkämpfen erreichten die Mannschaft den achten Platz. Lob zollte Ortsbrand-
meister Friedrich Koch Verena Meyer als Gruppenführerin und bescheinigte, die gute Gruppenarbeit im Vorfeld habe großen Spaß gemacht.
Zwei Einsätze hatte die kleine Rodenbosteler Wehr mit ihren 26 Aktiven – darunter zwei weibliche – im vergangenen Jahr zu bewältigen: eine technische Hilfeleistung bei einem Autounfall am 17. Februar und den Zimmerbrand auf dem Hof Henneicke in Rodenbostel, wo die Feuerwehr durch ihr schnelles Eingreifen Schlimmeres verhindern konnte. Johannes Henneicke bedankte sich im Namen seiner Eltern noch einmal ausdrücklich bei der Feuerwehr für ihren Einsatz an dem Abend. Die Feuerwehr Duden-Rodenbostel hat im Jahr 2013 genau 1.236 Stunden abgeleistet, das seien im Schnitt 48 Stunden pro Mitglied, rechnete Ortsbrandmeister Koch vor. Allerdings hätten die wenigsten genau diese Summe geleistet, sondern einige deutlich mehr, andere dafür so gut wie keine. Koch mahnte, das müsse sich ändern, damit alle Feuerwehrkameraden immer voll einsatzfähig seien. Im Ausblick auf das laufende Jahr kündigte Koch den Umwelttag an, für den jedoch noch kein Termin feststände, sowie das Osterfeuer am Sonnabend, 19. April, ausgerichtet von der Jugendfeuerwehr am Helstorfer Kirchweg ab 20 Uhr. Geehrt wurde von den Aktiven Oberlöschmeister Detlef Puppa für 25-jährige Verdienste um das Feuerlöschwesen mit dem Feuerwehrabzeichen des Landes und der Region Hannover. Für 40-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurde Löschmeister Horst Moldenhauer. Die seltene Ehrung für 60 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr überreichte Abschnittsleiter Horst Holderith an Hauptfeuerwehrmann Heinz Castens. Befördert wurden Hanno Stöver und Stephan Brabeck zu Oberfeuerwehrmännern, Jörg-Heinrich Meyer, Andreas Meyer und Florian Wiese zu Hauptfeuerwehrmännern und schließlich als Höhepunkt Hauptlöschmeister Friedrich Koch zum Brandmeister. Jochen Krahne wird als Kassenprüfen künftig auch die Feuerwehrkasse prüfen. Unter dem Punkt Verschiedenes berichtete Ortsbrandmeister Koch, dass der Elzer Brandmeister – die Rodenbosteler Wehr ist neuerdings nicht mehr Resse, sondern Elze als Stützpunkt zugeordnet – angefragt habe, ob in den Reihen der Duden- und Rodenbosteler Interesse daran bestände, beim Bereitschaftszug V mitzumachen. Sechs Kameraden wären gefragt.
Jugendwehr kooperiert
Von der gut funktionierenden Kooperation der nach wie vor eigenständigen Jugendfeuerwehr, die in Rodenbostel allerdings zurzeit nur noch aus vier Mitgliedern besteht, mit der Jugendfeuerwehr in Oegenbostel berichtete Jugendwart Henning Stöver. 66 Dienste wurden gemeinsam ausgeführt, über die Hälfte davon gemeinsam mit anderen Wehren. Rund 800 Stunden seien dabei angefallen. An Platzierungen holte die Rodenbosteler-
Oegenbosteler Jugendwehr einen sechsten Platz beim Basketballturnier und einen neunten Platz beim Völkerballturnier. Bei einer einmaligen Osteraktion verteilten die Mitglieder der Duden-Rodenbosteler Jugendfeuerwehr im letzten Jahr blumige Ostergrüße. Beim Gemeindewettkampf holte das Team den fünften Platz und qualifizierte sich damit für die Regionswettkämpfe, wo sie auf dem 30. Platz landeten. Mit dabei waren die Jugendlichen auch bei der Aktion „1.000 Kilometer gegen rechts“ der Jugendfeuerwehr Stade und radelten im Sommer eine Etappe von Brelingen nach Hannover im Konvoi. Schließlich unterstützten sie noch den Förderverein der Jugendfeuerwehr, indem sie beim Großraumentdeckertag Wasserspiele im Wasserwerk Fuhrberg organisierten. Grußworte sprachen bei der Versammlung am Freitagabend die Erste Gemeinderätin Konstanze Beckedorf, Abschnittsleiter Horst Holderith, Gemeindebrandmeister Dr. Maik Plischke und Ortsbürgermeister Peter Reuter. Vor der Feuerwehr hatte traditionell die Patenschaft getagt, die in diesem Jahr bereits 46 Jahre mit dem Panzerbataillon 33 in Luttmersen besteht. Das Pokalschießen am letzten Donnerstag gewann die Bundeswehrmannschaft mit 35,5 Ring Schnitt vor den Duden-Rodenbostelern mit einem Schnitt von 34,3 Ring. Eine gemeinsame Aktion wird es in diesem Jahr auf jeden Fall am Volkstrauertag geben. Ansonsten wurden keine festen Termine verabredet, weil das Panzerbataillon wegen Auslandseinsätzen zurzeit nur über eine schwache Mannschaftsstärke verfügt, erklärte Friedhelm Hohls von der Patenschaft. Die Soldaten werden sich aber auch in diesem Jahr an den Pflegemaßnahmen für das Dreieck beteiligen.