Mofa frisiert

Resse. Die Polizei hat in der vergangenen Woche (13. bis
19.09.2010) länderübergreifende Verkehrskontrollen mit dem
Schwerpunkt Sicherheitsgurte, Kinderrückhalteeinrichtungen und
Helmpflicht durchgeführt und dabei zahlreiche Verstöße festgestellt. m Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Hannover waren im
Rahmen der Kontrollmaßnahmen 115 Polizisten an 44 unterschiedlichen
Kontrollorten unterwegs gewesen. Neben 278 "Gurtmuffeln" (194 zahlen
ein Verwarngeld, 84 erhalten eine schriftliche Anzeige) stellten die
Beamten zudem 14 Kinder in Fahrzeugen fest, die nicht oder nur
unvollständig gesichert waren (fünfmal bare Verwarnung, neun
schriftliche Anzeigen). 13 Kradfahrer verstießen gegen die
Helmtragepflicht. Neben den aufgeführten Ordnungswidrigkeiten
ahndeten die Beamten darüber hinaus 39 Verstöße, bei denen Autofahrer
während der Fahrt ein Mobiltelefon benutzt hatten. Besonderheit: In
der Ortschaft Resse (Wedemark) folgten Polizisten einem 15 Jahre
alten Jugendlichen auf einem Mofa. Das Zweirad erreichte dabei
teilweise eine Höchstgeschwindigkeit von über 40 km/h. Bei der
anschließenden Kontrolle gab der Junge zu, das Fahrzeug technisch
verändert und somit entdrosselt zu haben. Gegen den 15-Jährigen, der
nur eine Mofa-Prüfbescheinigung besitzt, wurde ein Strafverfahren
wegen Fahrens ohne erforderliche Fahrerlaubnis eingeleitet. Zudem
muss er sein Zweirad wieder in Ordnung bringen und einer technischen
Prüfstelle vorführen.