„Öffnet eure Herzen!“

Die Kirchenkreisjugendpastorin und die stellvertretende Superintendentin Birgit Birht (hinten, 3. und 4. von links) mit den Jugendlichen aus der Evangelischen Jugend, die den Gottesdienst mitgestaltet haben. Foto: Kirchenkreis

Reni Kruckemeyer-Zettel ist Kirchenkreisjugendpastorin

Wedemark/Langenhagen. „Open your hearts – öffnet eure Herzen!“ – dieses Wort aus dem 1. Korintherbrief bildete das Leitthema des Gottesdienstes in der Burgwedeler St.-Petri-Kirche, in dem am Freitagabend Pastorin Reni Kruckemeyer-Zettel als Kirchenkreisjugendpastorin eingeführt wurde. Etwa fünf Jahre lang war diese Beauftragung innerhalb des Kirchenkreises Burgwedel-Langenhagen vakant gewesen, und die Freude über das Ende der Vakanz war allen Beteiligten deutlich anzumerken. Birgit Birth, stellvertretende Superintendentin, hatte während der Einführung der Kirchenkreisjugendpastorin Unterstützung von vier Jugendlichen aus der Evangelischen Jugend, und auch die Musik lag an diesem Abend in ganz jungen Händen: Während des Gottesdienstes spielte die Kirchenkreisband SoundFactory moderne Kirchenmusik neben schönen Popsongs, im Gemeindehaus sang dann später der CVJM-Chor aus Bissendorf. Deutlich wurde an dieser Rollenverteilung gleich das Selbstverständnis, mit dem Reni Kruckemeyer-Zettel ihre neue Aufgabe angeht: „Wichtig ist mir, dass junge Menschen nicht nur als Kirchensteuerzahlende von morgen sondern als Gegenwart der Kirche ernst genommen werden, da sie jetzt auf der Suche nach Gemeinschaft, Gotteserfahrungen und Lebenssinn sind.“ Jugendarbeit müsse immer auch Beziehungsarbeit sein, betont Reni Kruckemeyer-Zettel, die seit September 2012 Gemeindepastorin in Wettmar ist. Dass diese Beziehungen auf Augenhöhe gepflegt werden müssen, ist für sie eine Selbstverständlichkeit, hat sie doch die Entwicklung ihres Glaubens und auch ihre Berufswahl den eigenen Erfahrungen in der Evangelischen Jugend und in der Christlichen Pfadfinderschaft zu verdanken. Bewusst ist ihr auch, wie wichtig ein unterstützendes Gemeindeumfeld ist, um jungen Menschen den nötigen Spielraum zur Entdeckung ihrer Spiritualität zu geben: „Wir brauchen Menschen, die damit umgehen können, dass es auch mal laut wird oder chaotisch oder dass es Geld kostet.“
Birgit Birth wies in ihren Einführungsworten darauf hin, dass es für die Beauftragung als Kirchenkreisjugendpastorin weder einen eigenen Stellenanteil noch eine landeskirchliche Urkunde gebe; alle Pastorinnen und Pastoren im Kirchenkreis seien jedoch verpflichtet, einen Teil ihrer Arbeitszeit für übergemeindliche Tätigkeiten einzusetzen. Dass Reni Kruckemeyer-Zettel dies im Bereich der Jugendarbeit mit ganz viel Herzblut tue, sei offensichtlich, so die stellvertretende Superintendentin. Und so waren es denn auch kleine rote Blechherzen, die im Gottesdienst verteilt wurden – alle Besucher konnten sie öffnen und die kleinen Schätze darin erkunden. Ein Tütchen Salz („Ihr seid das Salz der Erde“), ein Streichholz für das Entzünden des Lichts, ein kleiner Glitzerstein („Jeder von euch ist wertvoll“), ein Fisch als Symbol des Christentums und eine Luftschlange für die bunte, oft auch unkonventionelle Farbigkeit der Evangelischen Jugend standen da sinnbildlich für das, was die neue Jugendpastorin vermitteln möchte.