Physik für helle Köpfe

Spannende Experimente wie hier mit Cornflakes und Magneten führten die Grundschüler mit den Gymnasiasten durch. Foto: A. Wiese

Gymnasiasten sind auch gerne mal Lehrkräfte

Mellendorf (awi). Hätten Sie gewusst, dass der Eisengehalt von Cornflakes so hoch ist, dass sie im Wasser auf einen Magneten reagieren? Dies war nur eins von vielen Experimenten, die Gymnasiasten am Donnerstag mit Grundschülern beim Projekt „Physik für helle Köpfe" ausprobierten. Seit der 7. Klasse befinden sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9A vom Gymnasium Mellendorf im naturwissenschaftlichen Profil. Dabei haben sie abwechselnd in den Fächern Mathematik, Physik, Chemie und Biologie zusätzlichen Unterricht, der meist in Projekten gestaltet wird. Seit Beginn des Schuljahres befassen sich die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse nun mit dem Thema Akustik, um an zwei Vormittagen am Gymnasium alle Kinder der 4. Klasse aus der Grundschule Bissendorf sachgerecht unterrichten zu können. Nach intensivem Studium der physikalischen Grundlagen hatten je zwei bis vier SchülerInnen die Aufgabe, ein geeignetes Experiment für das Projekt zu entwickeln. Bei der Auswahl der Versuche war es wichtig, dass die „Kleinen“ möglichst stark die Physik selbst erfahren und erleben können. Es entstand damit eine Reihe von Versuchen, die sich mit der Schallausbreitung, der Schallerzeugung und dem Hören befassen. Natürlich darf das Spielerische dabei nicht fehlen. Hierzu wurde ein Klangmemory-Spiel erstellt. Um die Technik geht es beim Thema Magnetismus und Lautsprecher. Besonders gelegen kam den Schülern der Klasse 9A der Besuch auf der Ideen-Expo, bei dem erste Kontakte zur Firma Sennheiser für das Projekt hergestellt wurden. Für den Abschlussversuch am Projekttag konnte auf diese Weise auf ein beeindruckendes Exponat der Firma Sennheiser zurückgegriffen werden. Dabei wird eine Masse, die sogenannten nichtnewtonsch oder anomalviskose Flüssigkeit, durch einen Lautsprecher zum Schwingen angeregt, sodass die Flüssigkeit fest wird und sich verformt. Kurios ist nun, hört die Schwingung auf, ist die Materie sofort wieder flüssig. Ein Versuch, der bei Klein und Groß Freude weckt, so dass alle mit viel Spaß dabei sind.