Radfahrer lebensgefährlich verletzt

Zunächst flüchtiger Fahrer konnte jetzt ermittelt werden

Resse/Engelbostel. Am Nachmittag des 16. September gegen 14.15 Uhr ist ein 36-jähriger Radfahrer auf der Landstraße 380 zwischen Resse und Engelbostel von einem LKW erfasst und lebensgefährlich verletzt worden. Die Polizei hat den zunächst flüchtigen Unfallverursacher jetzt ermittelt. Es handelt sich um einen 48-jährigen Ukrainer.
Nach bisherigen Ermittlungen war der Fahrer mit seinem Sattelzug auf der L 380 in Richtung Engelbostel unterwegs. Ersten Zeugenaussagen zufolge soll er dabei in Schlangenlinien gefahren sein. Zwischen der Kananoher Straße und Engelbostel kam es zu einem seitlichen Zusammenstoß mit dem in gleicher Richtung fahrenden 36-jährigen Radler. Dieser stürzte und zog sich dabei lebensgefährliche Kopfverletzungen zu. Er wurde mit dem Rettungswagen in eine Klinik transportiert.
Der LKW-Fahrer setzte seine Fahrt in Richtung Engelbostel mit hoher Geschwindigkeit fort und rammte kurz vor dem Ortseingang einen am Straßenrand abgestellten Mercedes. An dem PKW entstand ein Schaden von zirka 5.000 Euro. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass er zuvor bereits in Godshorn eine Straßenlaterne schwer beschädigt hatte. Eine sofort eingeleitete Fahndung, an der auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war, nach dem Sattelzug verlief
erfolglos. Die L 380 war kurzzeitig voll gesperrt, es kam zu leichten
Verkehrsbehinderungen.
Ein Zeugenhinweis brachte die Beamten auf die Spur des zunächst flüchtigen Mannes. Dieser konnte sich an die Firmenaufschrift des Aufliegers erinnern. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass der Sattelzug zu einer portugiesischen Spedition gehört, die in Deutschland eine Zweigstelle betreibt. Darüber konnte der vermeintliche Standort des LKW bei einer Firma in Stöcken ermittelt werden. Hier trafen die Beamten den offenbar alkoholisierten Fahrer mit seinem Fahrzeug an. Dem
48-Jährigen wurde eine Blutprobe entnommen, seinen Führerschein musste er abgeben. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung und Unfallflucht.