Schmiedetag

Helstorf. Plattdüütsch gesprochen und gesungen wird am Sonntag, 16. August, um 10 Uhr im Gottesdienst unter den Eichen am Helstorfer Hufschmiede-Museum. Wie in jedem Jahr bereitet Pastorin Annedore Wendebourg den Gottesdienst in Zusammenarbeit mit Menschen aus verschiedenen Dörfern aus Neustadt und der Wedemark gemeinsam vor, der Helstorfer Karl-Otto Rehbock wirkt ebenfalls mit.Der Posaunenchor holt wieder seine plattdeutschen Noten heraus und begleitet die Veranstaltung. Der Gottesdienst ist der Auftakt zum Schmiedetag des Heimat- und Museumsvereins: Ab 11 Uhr können die Besucher dann unter Anleitung in der Schmiede auch selbst probieren wie Eisen bearbeitet wird. Auch die Spinnerinnen und Weberinnen zeigen ihre Kunst, in Museumsscheune, Ausstellungshalle und auf dem Freigelände sind viele alte landwirtschaftliche Geräte und Maschinen aus dem vorigen Jahrhundert zu entdecken – so auch an diesem Schmiedetag etwas Besonderes: Der Göpel des Vereins wird den Besuchern vorgeführt. Von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis weit in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts waren diese landwirtschaftlichen Geräte in unserer Gegend in Betrieb. Angetrieben wird der Göpel durch die Muskelkraft eines Pferdes, um dadurch verschiedene Geräte gleichzeitig in Gang zu setzen wie zum Beispiel eine Dreschmaschine, eine Getreidemühle oder eine Häckselmaschine. Für die Besucher gibt es wie an allen Schmiedetagen Bratwürste, Kaffee und ein reiches Kuchenbüfett.