Suchtprävention an der IGS

Mira, gespielt von Laura Leske, ist durch die lebensgefährliche Alkoholvergiftung ihres Freundes Felix sehr nachdenklich geworden. Foto: A. Wiese

Theaterwerkstatt Göttingen gastierte mit „Happy Hour“

Mellendorf (awi). Mit 150 Schülern des siebten Jahrgangs veranstaltete die IGS Wedemark letzte Woche ihren Suchtpräventionstag im Forum. Die Organisation lag in den Händen von Nicole Hübner. Zu Gast war die Theaterwerkstatt Göttingen mit ihrem Stück „Happy Hour“. Ein Klassenzimmerstück von Thea Brende für Schüler ab 13 Jahren. Das Thema: Alkoholkonsum. Der Inhalt: Mira ist verliebt. Seit sie Felix kennt, hat Zeit für sie eine andere Bedeutung. Am wichtigsten sind ihr die Stunden, die sie mit Felix verbringt. Die ganze Welt gehört dann nur ihnen. Jetzt aber steht die Zeit still. Mira sitzt im Klassenraum und versucht zu begreifen, was geschehen ist. In der Nacht hatte er sie angerufen: „Hilf mir, kann nicht weiter, liege hier im Park…“ Als sie ihn gefunden hatte, wurde er in einem Rettungswagen weg gefahren. „Zuviel Promille“ hatte der Notarzt gemurmelt, „ob der wohl wieder aufwacht?“ Mira sucht Antworten auf das Warum. Sie erinnert sich an die letzten Monate, den letzten Abend, seinen letzten Blick. Jetzt hängt Felix‘ Leben am seidenen Faden. Mit Theaterpädagogen der Region Hannover wurde das Stück anschließend in den IGS-Stammgruppen professionell nachbereitet. Die Theaterwerkstatt Göttingen ist ein Freies Theater, das seit seiner Gründung 1998 als professionelles Schauspielensemble mobiles Kinder- und Jugendtheater erschafft und aufführt. Ihre Stücke sind eine sensible, gesellschaftskritische Auseinandersetzung mit der Welt von Kindern und Jugendlichen. Sie erzählen von Autonomiestreben und Anpassungsdruck, von Kollision mit der erwachsenen Generation und Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Nachbesprechungen mit theaterpädagogischer Begleitung sind fester Bestandteil des Aufführungsangebots.