Tempo 30 vor Kita Ohrwürmchen

Geschwindigkeitsreduzierung wird angeordnet

Wennebostel. Auf der K 107, In Wennebostel 16, vor der Kinderkrippe „Ohrwürmchen“ wird auf etwa 300 Meter Länge Tempo 30 angeordnet. Das ist das Ergebnis eines Ortstermins der Gemeindeverwaltung zusammen mit Vertretern der Region Hannover.
„Diese Maßnahme ist für die Wedemark von großer Bedeutung“, freut sich Susanne Schönemeier, Erste Gemeinderätin. „Jetzt haben wir vor allen Kitas, Krippen, Horten und Schulen Tempo 30 eingerichtet, die bisher an einer Straße mit zulässiger Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h gelegen haben. Für die Verkehrssicherheit unserer Kinder ist das ein wichtiger Schritt.“ Noch bis Ende vergangenen Jahres sei es nicht so ohne Weiteres möglich gewesen, Geschwindigkeitsbegrenzungen innerhalb geschlossener Ortschaften von 50 km/h auf 30 km/h durchzusetzen, erläutert Susanne Schönemeier. In der Vergangenheit habe die Straßenverkehrsordnung (StVO) den Verwaltungen ein sehr enges Korsett geschnürt. Man hätte jeweils eine konkrete Gefährdung für den Bereich vor den Einrichtungen hieb- und stichfest nachweisen müssen.
„Seit diesem Jahr wird die geänderte StVO und die dazugehörige Verwaltungsvorschrift den Sicherheitsbedürfnissen der schwächsten Verkehrsteilnehmer in diesem Punkt gerecht“, hält die Erste Gemeinderätin fest. Deshalb habe man schnell Gespräche mit Verantwortlichen geführt, um diese Maßnahmen auch an Straßen umzusetzen, die nicht im Zuständigkeitsbereich der Gemeindeverwaltung liegen. Mit diesem Abschnitt der K 107, die zur Region Hannover gehört, sei dieser Teil des Maßnahmenkataloges abgearbeitet.
Die geänderte StVO und ihre Umsetzungsvorschriften sehen vor, innerhalb geschlossener Ortschaften die Geschwindigkeit in der Regel auf 30 km/h dort zu beschränken, wo sich jeweils unmittelbar Kindergärten, -tagesstätten, -krippen, - horten, allgemeinbildenden Schulen, Förderschulen für geistig oder körperlich behinderte Menschen, Alten- und Pflegeheimen oder Krankenhäusern befinden. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung ist auch dort möglich, wo im Nahbereich dieser Einrichtungen starker Ziel- und Quellverkehr mit all seinen kritischen Begleiterscheinungen vorhanden ist. Das können Bring- und Abholverkehre mit vielfachem Ein- und Aussteigen, Parkraumsuchverkehr, Fahrbahnquerungen oder Pulkbildung von Radfahrern und Fußgängern sein.