10. Gesamtschultag an der IGS Wedemark

Hauptreferentin Professor Doktor Susanne Thurn während ihres Vortrages über den Schulalltag. Foto: K. Dähnhardt

Lehrkräfte nahmen an interessanten Work-Shops teil

Mellendorf (kd). Am vergangenen Mittwoch fand an der IGS Wedemark in Mellendorf ganztägig der zehnte Gesamtschultag statt. Das Thema der jährlichen Veranstaltung lautete 2017 „IGS – eine Schule für alle Kinder“. Erwartet wurden Lehrkräfte von über 30 Integrierten Gesamtschulen in der Region Hannover sowie renomierte Referenten. Für alle Lehrer der IGS Wedemark war der Besuch an diesem Tag Pflicht, die Lehrkräfte anderer Gesamtschulen hatten die Wahl einer Teilnahme. Anmeldungen liefen über die jeweilige didaktische Leitung. Die Schüler der IGS Wedemark hatten an diesem Tag keinen Unterricht, sondern bearbeiteten ihre Aufgabe Zuhause. Ein paar Ausnahmen gaben jedoch vielseitige Hilfestellung. Beispielsweise bei dem Managen der Vergabe von verfügbaren Parkplätzen. Zudem präsentierten sich einige Schüler bei der Eröffnung des Gesamtschultages. Die 8.1 machte unter der Leitung von Franziska Thorwesten den Anfang mit „All about that Bass“ von Meghan Trainor, es folgte ein Rollenspiel, welches die Schulrepräsentanten zum Besten gaben außerdem von zwei Elftklässlerinnen das Lied „The Clime“. Bevor der Hauptvortrag startete, hielten sowohl Schulleitung Heike Schlimme-Graab als auch Bürgermeister Helge Zychlinski eine kleine Rede. Der Bürgermeister bedankte sich bei den Lehrkräften für das Meistern einiger Herausforderungen mit den Worten: „Sie machen die Kinder stark.“ Darauf folgte dann die Hauptreferentin Professor Doktor Susanne Thurn. Susanne Thurn ist ehemalige Leiterin der Laborschule Bielefeld und Honorarprofessorin für Schulpädagogik an der Universität Halle-Wittenberg. In ihrem einstündigen freien Vortrag berichtete sie von eigenen Erfahrungen im Unterricht und mit Kindern, gab den Lehrkräften Ratschläge und wagte Kritik an dem deutschen Schulsystem. Die mittlerweile seit drei Monaten pensionierte Lehrerin leitete an diesem Tag ebenfalls einzelne Work-Shops an. Es gab insgesamt 17 verschiedene Work-Shops, unter denen die Lehrkräfte zwei aussuchen durften. Ein Work-Shop hatte die Dauer von zwei Stunden und fand entweder am Vormittag oder am Nachmittag statt. Manche von ihnen liefen auch doppelt. Die Work-Shops wurden sowohl von Lehrern als auch von anderweitigen Fachkräften angeleitet. Themen der Kurse waren beispielsweise „Störungen haben Vorrang! – Unterrichtsstörungen auch?“ mit der Referentin Hedwig Gebbeken oder „Kinder verstehen und unterstützen – im alltäglichen Unterricht und darüber hinaus“ mit Kerstin Brausewetter. Zwischen den beiden Blöcken fand gegen 13 Uhr eine Mittagspause statt, in der den Teilnehmern sowohl Mensaessen als auch Kuchen angeboten wurde. Am Ende des Tages wurden alle Teilnehmer um Rückmeldung gebeten, welche auf einem Flipchart vermerkt werden konnte. Es gab wenig negative Kritik und vorwiegend positive Kommentare wie „Gute Organisation und tolles Programm“, „Vielen Dank für die kompetente Beratung“ und „konkrete Hilfe für die Schulhilfe“. Besonders oft wurden positive Meinungen zu dem Work-Shop „Kooperative Förderplanerstellung – KEFF schnell und effizient“ geäußert, angeleitet von Dominic Kleine-Borgmann und Inga Bertram.