100. Geburtstag erfolgreich gefeiert

 

Bissendorfer Schützengesellschaft empfing viele Gäste und erhielt viel Lob

Bissendorf (awi). „Eine tolle Veranstaltung, super vorbereitet“, das hörten Schützengesellschafts-Vorsitzender Christian Petereit und sein Organisationsstab am Wochenende immer wieder und natürlich auch „Für das Wetter könnt ihr ja nichts“. Und weil das so war und die Schützen darauf nun mal absolut keinen Einfluss hatten, ließen sie sich die Laune davon auch nicht verderben. Da wurde halt beim großen Festumzug am Sonntag mit „Ganzkörperkondom“ über der Schützenuniform oder unter grünweißen Schirmen marschiert. Die erwarteten 700 Marschierer waren angetreten und auch die acht Musikzüge spielten tapfer in dem knapp ein Kilometer langen Zug, wie sehr es ihnen auch in die Trompeten regnete. Und zum Auftakt, der Proklamation der Majestäten und Preisträger im Amtsgarten am Sonnabend, war es ja sogar trocken. Nach einer Gedenkminute für den vor wenigen Tagen verstorbenen Vorjahreskönig Manfred Labahn stellten die Majes-täten aus 2011 ihre Ketten wieder zur Verfügung und es ging an die Verkündung der Titel- und Preisträger des Jubiläumsjahres: Dieter Hauschild ist König vor Hartmut Knoke und Jörn Masur, Monika Hauschild ist Schützenkönigin vor Waltraud Pluschke und Helga Krieghoff und Dennis Pluschke sicherte sich die Jugendkönigswürde vor Lina Brückweh und Dunja Pluschke. Vater Dirk Pluschke war auf seinen Sohn, den Jugendkönig, mindestens ebenso stolz wie Schützenchef Christian Petereit auf Tochter Jona Ann, die mit acht hintereinander geschossenen Zehnen die Kinderkönigswürde errang. Ortsbürgermeister Fritz Schöning überreichte im Amtsgarten die Bürgerkönigsscheibe an Bürgerkönigin Astrid Höfer, die bereits den Ortsratspokal erhalten hatte. Nach der Proklamation marschierten die Schützen zurück zum Festzelt, wo nach einigen Stunden Verschnaufpause der Festkommers mit mehreren hundert geladenen Gästen begann. Hinter dem feierlichen Fahneneinmarsch betraten auch die Majestäten und Kettengewinner des Jubiläumsvereins das Zelt und der stellvertretende Vorsitzende Werner Nolte verlas die sportlichen Leistungen der Mitglieder der Schützengesellschaft Bissendorf im Schützen- und im Jugendbereich. Vorsitzender Petereit begrüßte anschließend die lange Liste der Ehrengäste: die
SPD-Bundestagsabgeordnete Caren Marks – immer noch mit Gipsfuß – die CDU-Landtagsabgeordnete Editha Lorberg, Bürgermeister Tjark Bartels, die Ortsbürgermeister von Bissendorf und Bissendorf-Wietze, Fritz Schöning und Daniel Leide, den Direktor des Landessportbundes, Reinhard Rawe, Bernd Schönebeck vom NSSV, Werner Bösche vom Fachverband, Kreisoberschützenmeister Mathias Böttcher und die anderen Mitglieder des Kreisvorstandes, den Sportring und Regionssportbundvorsitzenden Joachim Brandt, die Ehrenmitglieder der SG Bissendorf, Pastor Volkmar Biesals-ki, Vertreter von Sparkasse und Volksbank, den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Elze, der an diesem Abend für den passenden Rahmen sorgte, und die Vertreter der vielen Schützenvereine, die ebenfalls dafür sorgten, dass das Festzelt bis auf den letzten Platz besetzt war. Nach den Grußworten der Gäste standen Ehrungen im Mittelpunkt: Bürgermeister Tjark Bartels überreichte den von ihm in diesem Jahr gestifteten Bürgermeisterpokal an den Schützenverein Wennebostel, der damit im nächsten Jahr Ausrichter des Wettschießens der Wedemärker Schützenvereine ist. Alwin Spille erhielt die Verdienstnadel der SG Bissendorf für sein besonderes Engagement und Kreisoberschützenmeister Mathias Böttcher ehrte für langjährige Mitgliedschaft Cord Knibbe und in Abwesenheit Jürgen Wöhler (60 Jahre), Waldemar Holz (50 Jahre), Frank Schaper, Renate Wessarges und Herbert Holz (40 Jahre), René Höfer, Edgar Oelschläger und Roswitha Knoke (25 Jahre) sowie Andres Bettna und Roland Nünke.
„100 Jahre sind für das Leben in einer Vereinsgemeinschaft von hervorragender Bedeutung“, schloss sich Mathias Böttcher seinen Vorrednern an. Es sei daher eine gute Tradition, Vereinsjubiläen zum Anlass zu nehmen, um auf die in der Vergangenheit geleistete Arbeit zurückzuschauen und aus der Würdigung der historischen Entwicklung Motivation und Kraft für die Bewältigung der künftigen Aufgaben zu schöpfen. Genauso gut besucht wie die Disco am Freitag war der Familiennachmittag am Sonnabend auf dem Festplatz, der Kommers am Abend mit einem fulminanten Feuerwerk der Firma Rohr als Abschluss und der große Festumzug am Sonntag mit acht Musikzügen und 700 Marschierern, die von der IBK, den Königen und der CDU Bissendorf, die spontan noch von der IBK unterstützt wurde, unterwegs ohne anzuhalten mit Getränken versorgt wurden, nass, aber fröhlich wieder auf dem Zelt ankamen und das Fest mit Kaffee und Kuchen ausklingen ließen.