100 Jahre Schützenverein Negenborn

Andreas Stieber (von links), Dirk Meyer, Hannelore Winkel, Rita Herrmann und Anneliese Billerbeck sehen dem Jubiläumsschützenfest 100 Jahre Schützenverein Negenborn am ersten Mai-Wochenende mit großer Freude entgegen. Foto: B. Stache
 
Schützenscheibe „Vivat Negenborn“ aus dem Jahr 1928. Foto: B. Stache

Zweitägiges Jubiläums-Schützenfest mit großem Zelt, Essen und Disco

Negenborn (st). Der Schützenverein Negenborn von 1918 feiert am ersten Mai-Wochenende sein Jubiläumsschützenfest aus Anlass seines 100-jährigen Bestehens auf dem Festplatz vor dem Dorfgemeinschaftshaus – erstmals seit fünf Jahren wieder in einem großen Festzelt. Am Sonnabend, 5. Mai, beginnt die Jubiläumsfeier um 14 Uhr mit dem Empfang der Negenborner Vereine und Antreten zur Proklamation der Jubiläumskönige auf dem Festzelt (siehe Festablauf). Zum Festkommers um 17 Uhr werden auch die Gastvereine des Kreisverbandes erwartet. Nach einem Abendessen (19 Uhr) und Show-Programm wird DJ Martin die Zeltdisco eröffnen. Essenmarken können bis Mittwoch, 2. Mai, unter der Telefonnummer (0 51 30) 43 80 bestellt werden. Am Sonntag, 6. Mai, stehen ab 10.30 Uhr unter anderem Proklamation und Ehrungen auf dem Programm. Um 11 Uhr gibt es das gemeinsame Frühstück. Mit dabei werden die Musikfreunde Osterwald sein. Ihr Auftritt ist ein Jubiläums-Geschenk des Fördervereins Feuerwehrwald Negenborn, der Freiwilligen Feuerwehr sowie des Traditionsverein Negenborn von 1979 an den Jubiläums-Schützenverein. Nach dem traditionellen Umzug mit Anbringen der Jubiläumsscheiben erwartet die Festgäste ab 16 Uhr eine Kaffeetafel mit Kinderbelustigung. Es gibt zudem eine Kinder-Disco mit Clown Barbalotta und anschließend Disco für alle. Der Schützenverein Negenborn hat aktuell 80 aktive Mitglieder. Zum geschäftsführenden Vorstand gehören der 1. Vorsitzende Gero Kegel, 2. Vorsitzender Andreas Stieber, Schriftführerin Anneliese Billerbeck und Kassenwartin Rita Herrmann. Ehrenvorsitzender Dirk Meyer ist Mitglied im Festausschuss und hat bereits das 50. und 75. Jubiläum seines Schützenverein miterlebt. In der einhundertjährigen Vereinsgeschichte gab es bis heute sechs Vorsitzende. Die längste Amtszeit hatte Heinrich Gödecke inne – nach dem 2. Weltkrieg übte er das Ehrenamt 30 Jahre lang aus. Im Jahr 1918 gründen Rückkehrer aus dem 1. Weltkrieg den Schützenverein in Negenborn unter dem Namen „Rauchclub Blaue Wolke“. Schon 1919 wird der Verein zum „Club zu den neun Quellen“ umbenannt. Die ersten Schießübungen werden mit einem Selbstladegewehr unter Verwendung von Munition aus Eigenherstellung durchgeführt. Geschossen wird am Turnbusch, später wegen der lauten „Knallerei“ in der Kieskuhle am Häwischberg. 1927 wird eine Vereinsfahne beschafft, die Fahnenweihe erfolgt am 6. und 7. Juni. Zehn Jahre später baut der Reichsarbeitsdient den ersten vorschriftsmäßigen Schießstand auf der Heidkoppel unter Mithilfe der Negenborner, die auch das Grundstück zur Verfügung stellen. Der Schießstand wird auf 100 Meter angelegt. Im Jahr 1956 nimmt der Schützenverein Negenborn sein 100. Mitglied auf. Es dauert weitere zehn Jahre bis sich erstmals Damen am Schießsport beteiligen. Eigenständige Damen- und Jugendschießsportabteilungen gründen sich 1973. Nach Fertigstellung des Dorfgemeinschaftshauses erhält der Schützenverein Negenborn dort 1990 einen Luftgewehrschießstand mit acht Bahnen. „Wir sind ein Traditionsverein mit vielen älteren Mitgliedern. Das Durchschnittsalter liegt bei zirka 60 Jahren“, berichtet 2. Vorsitzender Andreas Stieber. „Uns fehlen Jugendliche. Wir wollen daher unsere Jugendarbeit neu strukturieren und hoffen auf Nachwuchs für unseren Schützenverein.“