13 Schüler saßen in Moskau fest

Wedemark (awi). Eine Woche wollten die Mellendorfer Gymnasiasten als Austausschüler bei der befreundeten Schule in Moskau verbringen. Für Freitag letzter Woche war der Rückflug gebucht. Doch dann kam die Aschewolke und die 13 Schüler und zwei Lehrer des Mellendorfer Gymnasiums saßen fest – zunächst mehr als einen Tag auf dem Flughafen, dann ging es ins Hotel, bezahlt von der Fluggesellschaft. Problematisch: Die Visa der deutschen Gäste waren mittlerweile abgelaufen. Von Deutschland aus bemühten sich Schulleiterin Swantje Klapper und Kollegen um Lösungsmöglichkeiten für das Problem. Zunächst hoffte man noch, dass das Flugverbot bald aufgehoben würde. Am Montagabend entschieden die Verantwortlichen dann: „Wir nehmen den Bus.“ „Es gibt eine Buslinie, die routinemäßig von Moskau nach Hannover verkehrt, hinter dem Bahnhof ankommt, da haben wir 15 Plätze gebucht. Dienstagmittag ist unsere Gruppe losgefahren. Am morgigen Donnerstagvormittag erwarten wir ihr Eintreffen in Hannover.“
Mit an Bord ist ECHO-Sport-Berichterstatter Silvan Birkner (alle Fußballberichte vom letzten Wochenende finden Sie daher erst in der Wochenendausgabe!) Nachdem er endlich einen Internetanschluss ergattert hatte, meldete sich Silvan beim ECHO: „Hier bewegt sich nichts vor und nichts zurück. Nach 30 Stunden am Flughafen wurden wir erst von einem Hotel ins nächste gesteckt, jetzt scheinen wir unseren Platz gefunden zu haben. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wann ich wieder da bin. Es wird über Busse gemunkelt, Zugverbindungen, was auch immer, jedenfalls stecken wir fest, und niemand hat annähernd eine Idee. Ich habe hier (um halb 2 nachts...) zum ersten Mal Internet im Hotel. Einige sind mit den Nerven echt am Ende, mir geht es soweit aber ganz anständig“. So erwarten wir jetzt mit Spannung in der nächsten oder übernächsten Ausgabe den Bericht unseres Exklusivreporters!