135 Reiter bei Triple-Meet-Schleppjagd in Meitze

Foto: L. Irrgang
 
Foto: L. Irrgang

Schleppjagd mit mehr als 100 Foxhounds aus drei Meuten

Meitze (ig). Einmal im Jahr treffen sich die Schleppjagd-Hundemeuten aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrheinwestfalen. Eine der Meute richtet dann das so genannte Triple-Meet aus, in diesem Jahr war die Niedersachsen Meute für die Durchführung zuständig. Ausgerichtet wurde das Treffen der Meuten auf dem Hof Bäßmann in Meitze. „Zuletzt war die Niedersachsen-Meute 2007 an der Reihe, da fand das Triple-Meet in Verden statt“, so die Pressesprecherin der Niedersachsen-Meute, Beate Roßbach. 135 Reiter seien bei der heute dabei, so Helmut Bäßmann, „und dabei sind Teilnehmer aus Schleswig-Holstein und auch aus Bayern.“ Dadurch, dass neben der Niedersachsen Meute e.V. auch der Hamburger Schleppjagdverein und der Rheinisch-Westfälische Schleppjagdverein an der Jagd in Meitze teilnahmen, bildeten circa 100 Foxhounds die Hundemeute. Weil jede der Meuten mit einem anderen Duftstoff für die Schleppjagd trainiert sei, wurden drei Schleppen nebeneinander gelegt, „das funktioniert sehr gut“, erklärte Bäßmann. So war gewährleistet, dass alle Hunde der drei Meuten einer gemeinsamen Strecke folgen. Der Master der Niedersachsen Meute, Freiherr Camill von Dungern dankte in seiner Ansprache zu Beginn der Jagd ausdrücklich den Grundstückseigentümern, „vielen Dank, dass wir über Ihre Grundstücke reiten dürfen.“ Jagdherr Carl-Armin Hincke freute sich über die zahlreichen Besucher, das Zusammenspiel der drei Meuten sei schon etwas sehr Besonderes. „Alle Augen sind nun gerichtet auf die vielen Hunde“, so Hincke kurz vor dem Start der Jagd, welchen die Rallye Trompes de la Bruyére mit den klassischen Jagdhornklängen einleitete. Auf der gut zwölf Kilometer langen Strecke galt es für die Jagdteilnehmer, 25 Hindernisse zu überwinden. Neben einem springenden Feld gab es auch ein Reiterfeld, welches die Hindernisse umritt. Eine besondere Herausforderung stellte für manchen der Reiter die Wietze dar, welche es im Laufe der Schleppjagd gleich zweimal zu überwinden galt. Durch das Tauwetter und auch durch den Regen der letzen Tage war diese sehr gut gefüllt. Die vielen Zuschauer der Jagd konnten so das ein oder andere unfreiwillige kalte Bad eines Jagdreiters in der Wietze miterleben. Da die Schleppjagd mit den drei Meuten im Frühjahr und somit eher außerhalb der Saison stattfand, seien die Pferde und auch die Reiter nicht ganz so in Form und Kondition, wie etwa im Herbst, wenn traditionell die Hubertusjagden stattfänden, so die Organisatoren. Der eher ungewöhnliche Zeitpunkt für die Schleppjagd wurde so etwa auch an den Sakkos der Teilnehmer von der Rheinisch-Westfälischen Meute deutlich. Tragen erfahrene Jagdreiter zur Saison rote Sakkos, trugen die Rheinländer dunkle Oberbekleidung, „dies als ein Zeichen, dass man außerhalb der Saison reitet“, so Pressesprecherin Roßbach.
Zum Abschluss der Jagd zeigten sich die Verantwortlichen mehr als zufrieden, denn alle 135 Teilnehmer der Jagd konnten diese unverletzt beenden. Auch für die mehr als 100 Hunde der Meute gab es am Ende der vierstündigen Jagd zum Halali mit dem Curée, einem Pansen, eine mehr als wohl verdiente Belohnung.