16 Einsätze mit 15 Aktiven

Heinz Mohlfeld (von links), Susanne Schönemeier, Jessica Borgas, Laura Schmidt, Timo Alber, Ann-Kathrin Scheu, Anna Wolff, Jens Kahlmeyer und Volker Kluth präsentieren sich mit einem Lachen beim Gruppenfoto nach der Jahreshauptversammlung. Foto: B. Stache
 
Ortsbrandmeister Heinz Mohlfeld (stehend) leitet die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gailhof. Foto: B. Stache

Freiwillige Feuerwehr Gailhof erhält viel Lob für ihre Einsatzbereitschaft

Gailhof (st). Zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gailhof gab es am Freitagabend viel Lob von den Gästen. Beeindruckt zeigte sich die Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier bei ihrem Grußwort von den 72 Stunden, die jeder Aktive der Ortsfeuerwehr im vergangenen Jahr an ehrenamtlichem Engagement eingebracht hat. Von den 98 Mitgliedern gehören 15 den Aktiven und neun der Jugendabteilung an. Die Alterskameraden sind mit 13 dabei und 61 zählen als fördernde Mitglieder. „Auf die Jugendarbeit können Sie stolz sein“, lobte Susanne Schönemeier mit Hinweis auf die Jugendfeuerwehr. Ortsbürgermeisterin Jessica Borgas äußerte den Wunsch, dass jeder Einwohner aus Gailhof zumindest förderndes Mitglied sein sollte. Mit ihrem Grußwort überbrachte sie auch ein Flachgeschenk des Ortsrats. Pastor Thorsten Buck von der St.-Michaelis-Kirchengemeinde Bissendorf sprach über die Bedeutung des Notfallseelsorgers. Er bot der Gailhofer Feuerwehr seine Hilfe an. Sie könne unter anderem auch darin bestehen, dass er sich nach abgeschlossenem Feuerwehreinsatz um die Betreuung der Menschen vor Ort kümmere. Dann könnten die Feuerwehrkameraden früher abrücken. Einen Kurzbericht über die Regionsfeuerwehr trug der stellvertretende Abschnittsleiter Volker Kluth vor. Im Jahr 2017 gab es 6756 Feuerwehreinsätze in der Region Hannover. „Das sind 19 Einsätze am Tag“, erklärte er. Die gestiegenen Einsatzzahlen seien das Ergebnis vermehrt auftretender Sturmereignisse. Für 2018 stellte er das neue Brandschutzgesetz in Aussicht sowie die Einführung digitaler Funkgeräte, für die es entsprechende Anwenderschulungen geben wird. „Ich finde es klasse, dass ihr gerade das, was ihr an Anzahl nicht habt, mit Aktivität wettmacht. Das gilt für die Aktiven, die Jugendfeuerwehr und die Altersgruppe genauso“, lobte der stellvertretende Gemeindebrandmeister Jens Kahlmeyer in seinem Grußwort. Um die Tagesdienststärken der Freiwilligen Feuerwehren jederzeit sicherstellen zu können, seien gemischte Einsätze denkbar. Dazu sollten gleiche Ausbildungs- und Ausrüstungsstandards geschaffen werden. Auch das Thema „Einsatzhygiene“ werde zukünftig in den Fokus rücken. Zu Beginn der Jahreshauptversammlung im Feuerwehrgerätehaus Gailhof hatte Ortsbrandmeister Heinz Mohlfeld in seiner Jahresrückschau unter anderem an die 1016 Gesamtstunden erinnert, die 2017 erbracht wurden (ohne Jugendfeuerwehr). Die Einsätze machten 76 Stunden aus. Es gab 16 Brandeinsätze, elf Mal musste die Freiwillige Feuerwehr Gailhof zu Hilfeleistungen ausrücken. Der Ortsbrandmeister lobte seine Kameraden für ihre stets zuverlässige Teilnahme an Diensten und Aktivitäten. Seinem Bericht folgte Jugendwartin Christine Göing. Sie betreut vier Mädchen und fünf Jungen in der Jugendfeuerwehr, die jeden Mittwoch außerhalb der Ferien zu Diensten zusammenkommt. Die Jugendwartin hob die gute Dienstbeteiligung der jüngsten Feuerwehrangehörigen bei den 42 Terminen im vergangenen Jahr hervor. „18 allgemeine Dienste und 24 technische“, zählte sie auf. Die Jugendfeuerwehr leistete insgesamt 676 Stunden. Zu den Aktivitäten gehörten unter anderem Hallensport im Winter, Einsammeln und Verbrennen der Tannenbäume, Ausmarsch beim Schützenfest, Teilnahme am Gemeindewettbewerb, Sommerfahrt an die Ostsee nach Glücksburg, Laternenumzug, Besuch der FFW Mellendorf und Weihnachtsfeier. Abschließend bedankte sich Christine Göing bei allen Betreuern und Unterstützern der Jugendfeuerwehr. „Es war ein erfolgreiches Jahr“, schloss sie ihren Bericht. Erfolgreich verlief 2017 auch aus Sicht des Sicherheitsbeauftragten Ralf Boss. „Null Unfälle bei Übungsdiensten, Einsätzen und auf dem Weg zur Feuerwehr“, lautete sein positives Fazit. Und: „Das Thema Sicherheit ist hier angekommen.“ Von nur noch drei aktiven Atemschutzgeräteträgern (AGT) berichtete Atemschutzbeauftragter Daniel Wolff. Im vergangenen Jahr wurden bei der FFW Gailhof 125 AGT-Stunden verzeichnet. Zwei neue AGT-Träger seien in Aussicht, hieß es. In seiner Funktion als Kassenführer sprach Daniel Wolff von einer sehr ausgeglichenen Kasse: „Wir haben gut gehaushaltet.“ Die Kasse der Aktiven und der Jugendfeuerwehr seien in einem einwandfreien Zustand gewesen, hieß es dann auch seitens der beiden Kassenprüfer. Der Vorstand wurde daraufhin einstimmig entlastet. Die Mitglieder wählten Manfred Poppe als neuen Kassenprüfer. Nach der Wahl von Ann-Kathrin Scheu zur stellvertretenden Jugendwartin und Anna Wolff zur Zeugwartin konnte Ortsbrandmeister Heinz Mohlfeld vier Beförderungen vornehmen: Laura Schmidt und Ann-Kathrin Scheu zur Oberfeuerwehrfrau sowie Anna Wolff und Timo Albers zur Feuerwehrfrau, beziehungsweise zum Feuerwehrmann. Eine Posthum-Ehrung ließ der Ortsbrandmeister dem im Januar verstorbenen Helmut Alpers zuteil werden – für 70 Jahre Mitgliedschaft in der FFW. „Helmut Alpers war Gründungsmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Gailhof“, erinnerte Heinz Mohlfeld. Für dieses Jahr kündigte er zwei Veranstaltungen an: Gemeindewettkämpfe am Sonnabend, 9. Juni, in Wennebostel und Kameradschaftsfahrt der FFW Gailhof am Sonnabend, 18. August. Lobende Worte fand am Abend auch der stellvertretende Ortsbrandmeister Thomas Müller für Heinz Mohlfeld, dessen Engagement und Bereitschaft, alles mitzumachen unter dem Motto: „Wir machen das!“