16 Hundebabys auf einen Streich

Gibt es etwas Niedlicheres als ein paar Tage altes Hundebaby, das die Flasche bekommt? Die Winzlingen haben den Bogen schnell rausgehabt.

Bei Familie Drösemeier-Hasselbring in Rodenbostel gehts jetzt rund

Rodenbostel (awi). Die Tierärzte der Gemeinschaftspraxis Mariensee hatten sich im Vorfeld gegenseitig überboten: Tierarzt Volker Sommerfeld lag mit seiner Schätzung von 13 noch am nächsten dran: 16 putzmuntere Welpen bekam die dreijährige Deutsch Drahthaar-Hündin Roska der Familie Drösemeier-Hasselbring in Rodenbostel am Mittwoch letzter Woche. Mit einem solchen Hundebaby-Segen hatte dann doch keiner gerechnet. Nachts um drei Uhr ging es bei Roska los, zur Kaffeezeit am Nachmittag kamen die letzten Welpen. „Aber sie hat alles alleine gemacht, der Tierarzt brauchte nicht einzugreifen. Es gab lediglich eine Steißlage“, berichtet Frauchen Silke Drösemeier-Hasselbring stolz. Mindestens ebenso stolz ist Deutsch Langhaar-Rüde Asterix. Der mit zehn Jahren schon etwas betagte Vater ist rührend um seine Söhne und Töchter besorgt, die sich nicht nur die Geschlechter gleichmäßig aufteilen, sondern auch die Farben: Etwa die Hälfte ist braun wie der Papa, die andere Hälfte noch braunweiß gescheckt, aber sie werden mal so meliert sein wie die Mutter. „Witzig ist, dass die Welpen, obwohl sie ja noch die Augen zu haben, meis-tens nach Farben sortiert auf Haufen liegen“, berichtet Silke Drösemeier-Hasselbring. Sie hat auf Anraten des Tierarztes bereits am zweiten Tag mit dem Zufüttern begonnen, denn es war absehbar, dass Mama Roska mit ihren acht Zitzen ihren Kindersegen nicht alleine satt kriegen würde. „Wir haben uns entschieden, alle zuzufüttern und damit auch alle weiterhin bei der Mutter trinken zu lassen, damit die Welpen ohne Ausnahme auch immer Muttermilch kriegen“, erklärt Silke Drösemeier-Hasselbring. Für sie bedeutet das: Fünfmal am Tag werden die Winzlingen einzeln aus der Wurfkiste genommen, gefüttert, massiert und in eine andere Kiste gelegt, damit man nicht durcheinander kommt. Bisher bewährt sich das Prinzip auf jeden Fall: alle Welpen sind propper und gut drauf, wenn es auch zartere und kräftigere gibt. Ein paar sind übrigens noch abzugeben, denn mit einem solchen Hundbabysegen hatte Familie Drösemeier-Hasselbring nun wirklich nicht gerechnet.