17 neue Stellen für die Verwaltung in 2018

Bürgermeister präsentiert Rat Stellenplan und Personalkosten

Wedemark (awi). Unter dem Punkt Mitteilungen des Bürgermeisters hat Helge Zychlinski in der jüngsten Ratssitzung dem Gremium den Stellenplan mit Personalkosten für das nächste Jahr präsentiert: ein ziemlich dicker Brocken mit 17 neuen Stellen und einem Gesamtvolumen von 17,6 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von 3,9 Prozent beziehungsweise 0,66 Millionen Euro. Den größten Anteil der Personalkosten machen erwartungsgemäß die Kindertagesstätten mit 31 Prozent aus, es folgen Steuerung und Entwicklung mit 19 Prozent, die Bürgerdienste mit 15 und Finanzen und Gebäudemanagement mit elf Prozent, schlagen der Bauhof mit fünf Prozent, die Schulen mit zehn Prozent, die Jugendpflege mit zwei Prozent, die Bibliothek und das Museum mit einem Prozent sowie der Abwasserbereich mit zwei Prozent und der Vorstand mit vier Prozent relativ gemäßigt zu Buche. Der Zuwachs von 17,1 Stellen entsteht unter anderem durch fünf Stellen für Nachfolgeregelungen von Mitarbeitern, die in absehbarer Zeit in den Ruhestand gehen. Daher werden diese neuen Stellen durch die künftig wegfallenden Stelle beim Ausscheiden der Altmitarbeiter ausgeglichen, führte Zychlinski aus. Dazu kommen fünf Stellen für zusätzliche Ausbildungsplätze, davon vier im Kita-Bereich, 5,3 Stellen für zusätzliche Betreuungskräfte und Küchenhilfen im Kita-Bereich, eine Stelle abhängig von der Entscheidung, ob die Abwasserbeseitigung bei der Gemeinde bleibt, in diesem Bereich, eine Stelle als Ersatz für eine langfristige Erkrankung und diverse geringe Reduzierungen und Aufstockungen bei Teilzeitkräften in allen Bereichen. Mit dem Stellenplan werden insgesamt 355,9 Stellen für die Verwaltung festgesetzt. 2017 waren es 338,8 Stellen. Davon sind 305,9 Beschäftigte nach TVöD, 32 Beamte und 18 Auszubildende. Die Statistik weist aus, dass die Personalkosten seit 2007 kontinuierlich und deutlich gestiegen sind: Von 7,737 Millionen Euro in 2007, 8,567 Millionen in 2008, 9,193 Millionen in 2009, 9,711 Millionen in 2010, 10,322 Millionen in 2011, 10,848 Millionen in 2012, 12,043 Millionen in 2013, 12,910 Millionen in 2014, 12,820 Millionen in 2015 und 14,879 Millionen in 2016 auf voraussichtlich 16,950 Millionen Euro in 2017 und die genannten 17, 613 Millionen im nächsten Jahr.
Wichtige Faktoren bei der Kostensteigerung seien unter anderem Tariferhöhungen für Beschäftigte im öffentlichen Dienst von geschätzten drei Prozent ab 2018, eine Besoldungserhöhung von zwei Prozent für Beamte ab Juni 2018 und ein Aufstieg innerhalb der Entgelt- und Besoldungsgruppen von 0,5 bis einem Prozent. Die Gemeinde habe sich zudem diversen allgemeinen Herausforderungen zu stellen, führte Zychlinski aus: Da sei die Überleitung in die neue Entgeltordnung, für die etwa 70 Einzelfälle überprüft werden müssten, die Berechung und Dokumentation von Rückstellungen und die Einührung einer neuen Personalwirtschaftssoftware. Dazu komme eine hohe Arbeitsbelastung in nahezu allen Sachbereichen, permanente neue Aufgabenzuweisungen von anderen staatlichen Stellen, ein dauerhafter Überstundenberg von 7.300 Stunden nur in der Verwaltung ohne die Erziehungsberufe. Deutlich seien zudem der Fachkräftemangel in der Verwaltung und den Erziehungsberufen sowie der Wandel von der Personalverwaltung zum modernen Personalmanagement zu spüren. Dies beinhalte die Entwicklung und Fortbildung für Führungskräfte, die Etablierung neuer Personalauswahlstandards und eines betrieblichen Vorschlagswesens, eine leistungsorientierte Bezahlung, auch für Beamte und die Einführung von Jahresgesprächen und Jahresarbeitsprogrammen. Weiter müssten Angebote der betrieblichen Altersvorsorge vorgehalten und Gefährdungsbeurteilungen aktualisiert sowie ein aktives Gesundheitsmanagement eingeführt werden. Bürgermeister Helge Zychlinski führte weiterhin flexible Arbeitszeit, die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Fort- und Weiterbildungen, neue Ausbildungsberufe in der Verwaltung und berufsbegleitende Studien als Herausforderung auf, außerdem neue Quereinsteigerprogramme, Aufstiegsqualifikationen, berufsbegleitende Ausbildungen im Kita-Bereich, vorausschauende Personalplanung und die Identifizierung von Schlüsselpositionen, um beim Ausscheiden dieser Stelleninhaber lückenlos nachbesetzen zu können.