2. Berufsinformationstag kam prima an

Fotos: EUROMEDIAHOUSE GmbH (Foto: EUROMEDIAHOUSE GmbH)
 
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Gymnasiasten und Referenten lobten das „sehr überzeugende Konzept“

Wedemark/Garbsen (awi). Mit dem zweiten Berufsinformationstag – diesmal im ProduktionstechnischenZentrum Hannover in Garbsen – ist das Gymnasium Mellendorf einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Institutionalisierung von Berufsbildung und -information gegangen. „Die Schüler und Schülerinnen haben den Grußworten, insbesondere des Schirmherrn, Prof. Dr. Heinz Haferkamp, aufmerksam gelauscht, der den Umfang mit der Fülle an Informationen nach dem Prinzip „sichten - gewichten - verdichten“ empfahl“, freute sich Karen Drews, die gemeinsam mit Jutta Holtmann im Namen des Fördervereins und des Schulvorstandes diese zweite Veranstaltung organisierte. Auch die Referenten seien sehr zufrieden gewsen und fänden das eher ungewohnte Konzept überzeugend, das eine direkte Ansprache der SchülerInnen erlaube. Die Teilnahme von Ehemaligen und auch Eltern sei von den Schülern wieder sehr positiv aufgenommen worden, betonte Drews. Auch die allgemeinen Informationen über Studien- und Ausbildungsgänge (Studieninformation Uni-Hannover, IHK und HWK) hätten die Schüler ausdrücklich begrüßt. Jutta Holtmann und Karen Drews wurden für die gelungene Organisation und Umsetzung dieses BIT (Berufsinformationstages) von allen Seiten gelobt. Drews und Holtmann hatten im Juli 2008 den ersten BIT am Gymnasium – damals noch im Bürgerhaus in Bissendorf – veranstaltet, um die Schüler für die Frage der eigenen Berufsfindung zu sensibilisieren. Die Veranstaltung fand viel Anklang, was die Organisatorinnen ermutigte, die Veranstaltung in noch größerem Rahmen zu wiederholen. In der Wedemark gab es keine Räumlichkeiten, die dafür geeignet sind, 190 Schüler des Jahrgangs 11 und 12 des Gymnasiums sowie rund 70 Referenten plus diverse Helfer aufzunehmen. Darum wanderte die Veranstaltung diesmal nach Garbsen aus. Mit eigens gecharterten Bussen wurden die Schüler zu der Einrichtung der Leibniz-Universität gefahren, wo sie zunächst allgemein, dann vom Schirmherrn Prof. Haferkamp und Schulleiterin Swantje Klapper sowie Hausherr Jens Gue begrüßt wurden. Danach wurden die Schüler in drei Hauptgruppen eingeteilt, bekamen grundlegende Informationen von Leibniz-Uni, IHK und Handwerkskammer, wobei letzte einen Schwerpunkt auf die dualen Studiengänge legten, die noch weitgehend unbekannt sind. Nach einer Pause hatten die Schüler Gelegenheit, sich nacheinander in zwei von zwölf verschiedenen Berufsfeldern mit Referenten zu unterhalten. Theater, Musik, Kunst und Gestaltung waren dabei ebenso vertreten wie Medien, Wirtschaft, Medizin, Sozialwissenschaften, Bundeswehr, Polizei und Piloten und Neue Technologien. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der Referenten waren Rückfragen der Schüler durchaus erwünscht. Für einen ausgewählten Kreis, der bereits vorher eine Bewerbungsmappe abgeben musste, gab es dann noch ein Bewerbungstraining mit Trainern aus dem Personalwesen. „Die Schüler empfinden die Vielfalt der heutigen Berufsmöglichkeiten als schwer durchschaubar“, so Karen Drews und Jutta Holtmann zu ihrer Motivation für die Veranstaltung. In Berufsinformationsveranstaltungen träfen diejugendlichen meist auf Berater, die Berufe nur theoretisch kennen, aber selbst keine eigenen Erfahrungen aufweisen könnten. „Unsere Referenten kommen aus der Praxis“, betonte Drews. Von allen Seiten hörten die Schüler, welche Voraussetzungen sie erfüllen müssten, um erfolgreich zu sein. Dies verunsichere viele. Die allgemeine wirtschaftliche Situation mit Arbeitsplatzverlagerungen, Einsparungen und mehr vermittele einmal mehr Unsicherheit. Fragen wie „Welcher Beruf hat Zukunftschancen?“ oder „Welches Studiumn bietet Sicherheit in Bezug auf eine spätere Berufstätigkeit?“ könnten nicht definitiv beantwortet werden. Diese Unsicherheitsfraktoren könnten nicht ausgeräumt werden. Aber viele der Referenten hätten an Hand des eigenen Werdegangs zeigen können, dass die erste Entscheidung undWahl eines Studiums oder einer Ausbildung sich als ungünstig oder falsch erweisen könne. Das stelle solange kein Problem dar, solange man offen für andere Wege bleibe und andere Weichenstellungen und Weiterbildung nicht ausschließe. Meist ergäben sich dann neue Möglichkeiten, die sich erfolgreich realisieren ließen. Bei der Einladung der Referenten für den zweiten Berufsinformationstag legten die Organisatorinnen verschiedene Maßstäbe an. So sollten diese eine erste Information für die Jahrgänge 11 und 12 gewährleisten, Ehemalige ebenso einbeziehen wie Eltenr, Unternehmen in der Wedemark und sonstige Institutionen. Die Jugendlichen sollen angeregt werden, sich erst einmal generell auf den Weg der Berufsfindung zu machen und erste Überlegungen anzustellen, die eher allgemeiner Art sind, darum die Wahl aus zwölf verschiedenen Berufsfeldern. Ehemalige und Schüler von heute verbindet der Besuch des Gymnasiums Mellendorf, teilwesie sogar der Unterricht durch die gleichen Lehrer. Die Organisatorinnen sind überzeugt, dass diese Gemeinsamkeit eine besondere Qualität der Gespräche bedingt. Eltern müssten unbedingt einbezogen werdne, da die Elternschaft des Gymnasiums Mellendorf ein Schatz mit großem Potential sei. „Es wäre schade, wenn wir das Engagement vieler Eltern für unsre Schüler nicht nutzten“, so Drews und Holtmann. Auch hier erhoffen sich beide eine besondere Gesprächsbasis. Wedemärker Unternehmen einzubinden biete sich an: „Es gibt so viele unterschiedliche Unternehmen hier. Warum in die Ferne schweifen, wenn Wedemärker sich für Wedemärker engagieren wollen“, fragt Drews. Sonstige Institutionen wurden mit einbezogen, weil teilweise spezifisches Know-How gewünscht war, insbesondere im Hinblick auf Studienberatung und Bewerbungstraining. Speziell dafür gelte: Eine erste Konfrontation unter realistischen Bedingungen für ein solches Gespräch sei wichtig, damit die Schler eine Vorstellung entwickeln könnten, was „Bewerbungsgespräch“ überhaupt bedeute. Warum die Veranstaltung nicht im Schulzentrum stattfand, erklären Drews und Holtmann vor allem damit, dass der normale Schulbetrieb und eine solche Veranstaltung sich gegenseitig stören würden. Außerdem solle durch die Wahl eines anderen, besonderen Ortes auch die Besonderheit des BIT deutlich werden und damit aus dem Schulalltag herausgehoben werden. Das Produktionstechnische Zentrum Hannover der Leibniz-Universität biete hierfür überhaus geeignete Räume. Dafür bedankten sich die Organisatoren ausdrücklich beimHausherrn Jens Gue.