20 Jahre Erlebnisgärtnerei Borgas

Gärtnermeister Rudolf Borgas berät Ursula Klegien, die mit Tochter Regina Pohlmann und Enkelsohn Maximilian Blumen für ihre Sitzecke in Brelingen sucht. Foto: B. Stache
 
Farbenfrohes Blumenmeer – so weit das Auge reicht! Foto: B. Stache

Was Großvater Rudolf gründete, setzt Enkel Rudolf mit Freude fort

Mellendorf (st). Sein Großvater Rudolf Borgas hatte am 1. April 1936 die damalige Gärtnerei Borgas am Hellendorfer Kirchweg in Mellendorf gegründet – dessen Sohn Rudolf setzte die Gärtnertradition fort. „Mein Vater führte in den siebziger Jahren die Tellerhortensie in Norddeutschland ein“, erinnert sich Rudolf Borgas, der in dritter Generation die heutige Erlebnisgärtnerei Borgas gemeinsam mit Ehefrau Susanne führt. Seit dem 20. April 1995 befindet sich der Betrieb als Erlebnisgärtnerei mit einem Gewächshauskomplex von 4000 Quadratmetern und einer Außen-Verkaufsfläche von zirka 1500 Quadratmetern am neuen Standort an der Brelinger Straße 11. „Wir waren früher ein reiner Produktionsbetrieb für Zierpflanzen, mit der Spezialität Hortensien“, erzählte Inhaber Rudolf Borgas am vergangenen Wochenende. Mit dem Jubiläum „20 Jahre am neuen Standort“ hatte er den Start in die Sommersaison verknüpft und die beiden „Tage der offenen Gärtnerei“ ins Leben gerufen. Den Kunden bot sich die Gelegenheit, einmal hinter die Kulissen der Erlebnisgärtnerei zu schauen. „Unser großes Plus ist die Tatsache, dass wir unsere Pflanzen noch selbst produzieren“, erklärte der Gärtnermeister. Das bedeutet kultivieren vom kleinsten Steckling bis zum Endprodukt, der fertigen Pflanze, die dann zum Verkauf angeboten wird. „Bei uns hat der Begriff Gärtnerqualität noch eine Bedeutung“, so Borgas. „Unsere Kunden können sehen, wo die Pflanzen wachsen, wie sie sich entwickeln, sie direkt an den Kulturtischen aussuchen und kaufen.“ Das Angebot der Erlebnisgärtnerei Borgas ließ dann auch keine Wünsche offen. In den Gewächshäusern präsentierten sich zirka 60 000 Pflanzen aus Eigenproduktion in unterschiedlichen Vegetationsstufen – ein Meer aus Grün und einer unbeschreiblichen Farbenvielfalt schönster Blüten. Unter den Glasdächern boten die Blumenampeln mit ihren kräftigen Pflanzen und Blüten ein weiteres schönes Bild. Viel zu entdecken gab es auf dem Neuheiten-Tisch und bei den Nasch-Kräutern war probieren extra erwünscht. Ob Lakritzkraut, Hugo-Cocktail-Minze, Cola-Kraut oder Knobi-Gras, alle Geschmacksrichtungen dieser Welt schien es dort zu geben. Am Freitag waren auch drei Generationen zum Einkaufen in die Erlebnisgärtnerei gekommen: Ursula Klegien aus Brelingen mit ihrer Tochter Regina Pohlmann und Enkelsohn Maximilian. „Ich habe heute für meine kleine Sitzecke viele neue Pflanzen gekauft“, freute sie sich. Grund zur Freude hatten am Freitagabend in der Zeit von 19 bis 20 Uhr auch all diejenigen, die noch mit DM bezahlen konnten. Bei den Jubel-Angeboten wurde nur die Währung von Euro in DM getauscht, der Betrag blieb gleich – das gab super Schnäppchenpreise! „Unsere DM-Aktion war ein Riesenerfolg. Ich hätte nie damit gerechnet, dass so viele Leute noch DM haben. Ab 18 Uhr war der Kundenparkplatz annähernd leer, aber nach 18.45 Uhr gab es so gut wie keine Parkmöglichkeit mehr. Die Kunden standen in einer langen Schlange um ihre geliebten DM los zu werden. Wir machen im Mai auf jeden Fall noch einmal eine DM-Aktion. Mein besonderer Dank gilt meinen tollen Mitarbeitern, die mit vollem Einsatz zum Gelingen beigetragen haben. Dieses Erlebnis hat einen bleibenden Eindruck gemacht“, freute sich Rudolf Borgas nach der erfolgreichen DM-Aktion. Wer sich am Wochenende an der ganzen Blumenpracht und den vielfältigen Angeboten in der Erlebnisgärtnerei Borgas satt gesehen hatte, konnte sich noch am Grill- und Getränkestand stärken.