2.000 Euro für speziellen Anhänger

Wedemark/Resse (awi). Mit 2.000 Euro hat die Stiftung für Menschen mit Behinderungen in der Wedemark die Anschaffung eines Pferdetransportanhängers für den Resser Voltigierclub unterstützt. Die Sparte des Turnclubs Bissendorf engagiert sich überdurchschnittlich in der Arbeit mit Behinderten und tritt bei den Special Olympics im Juni in Hannover mit zwei Teams (Behindertensportgruppe und Unified Team) sowie einem Einzelvoltigierer und ein Unified-Duo an. Weiterhin gehen zwei Reiterinnen (Dressur und Geschic

Stiftung für Menschen mit Behinderungen in der Wedemark legt Jahresbericht vor

Wedemark/Resse (awi). Mit 2.000 Euro hat die Stiftung für Menschen mit Behinderungen in der Wedemark die Anschaffung eines Pferdetransportanhängers für den Resser Voltigierclub unterstützt. Die Sparte des Turnclubs Bissendorf engagiert sich überdurchschnittlich in der Arbeit mit Behinderten und tritt bei den Special Olympics im Juni in Hannover mit zwei Teams (Behindertensportgruppe und Unified Team) sowie einem Einzelvoltigierer und ein Unified-Duo an. Weiterhin gehen zwei Reiterinnen (Dressur und Geschicklichkeitswettbewerb) an den Start. Für den Transport der Voltgierpferde und der umfangreichen Ausrüstung wurde ein größerer Anhänger benötigt. Mit Hilfe von Spenden konnte der „Thiel-Explorer“ mit spezieller Sattelkamerausstattung, ein extra angefertigter Voltigierwagen, jetzt angeschafft werden. Letzte Woche nahmen die Vorsitzende der Stiftung, Konstanze Beckedorf, der zweite Vorsitzende und Schatzmeister Jürgen Benk und Schriftführerin Ute Lempart das gute Stück in Resse in Augenschein und ließen es sich von Trainerin Iris Berthold vorführen. Der Anhänger wurde außer von der Stiftung noch von der Sparkasse Hannover mit ebenfalls 2.000 Euro und von der Uelzener Generalgentur Höper mit 500 Euro mitfinanziert.
Die Stiftung für Behinderte der Wedemark nutzte den Termin auch, um ihren Jahresbericht 2015 vorzulegen. Im Jahr 2015 betrugen die Einnahmen der Stiftung 24.178,15 Euro. In dieser Summe sind 3.312,20 Euro enthalten, die treuhänderisch für den Arbeitskreis „Inklusion“ der Wedemark verwaltet werden. Die Spenden betrugen 3.862,00 Euro, die Zinserträge 19.896,15 Euro und die sonstigen Einnahmen beliefen sich auf 420,00 Euro (Einnahmen des Arbeitskreises Inklusion). Von der Stiftung wurden im Jahr 2015 die Kosten für eine Reitpädagogik eines Kindes mit Behinderung in Höhe von 1.050 Euro übernommen. Eine junge Frau mit Behinderung erhielt einen Zuschuss von 539 Euro für einen Erholungsurlaub. Die Berthold-Otto-Schule feierte ihr 50-jähriges Bestehen und erhielt für ein aus diesem Anlass durchgeführtes Theaterprojekt einen Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro. Die Schule unter den Eichen bekam für ihre Theater AG einen Zuschuss von 2336 Euro für eine Head-Set-Anlage. Die Spendenanfrage für Schuhe eines Kindes mit Behinderung im Kindergarten DOMINO wurde positiv beschieden, konnte aber erst im Jahr 2016 umgesetzt werden. Des Weiteren liegen Spendenanfragen der Schule unter den Eichen für die Anschaffung eines Schulbusses und des Unified Teams für die Unterstützung der Reittherapie vor. Ausdrücklich betonte die Vorsitzende Konstanze Beckedorf noch einmal, dass die Stiftung nur bei einem begründeten Antrag tätig werden kann. Im Jahr 2016 sind zwei Geldanlagen in Höhe von 280.000 Euro fällig. Aufgrund der gegenwärtigen Zinslage geht der Vorstand der Stiftung davon aus, dass die jetzige Höhe der Zinseinnahmen nicht mehr erreicht werden kann. Daher ist vorgesehen, die relativ hohen liquiden Mittel als Reserve für spätere Ausgaben für Stiftungszwecke zu verwenden. Neben der finanziellen Beteiligung beziehungsweise Unterstützung beteiligte sich die Stiftung am Selbsthilfetag der Selbsthilfegruppen in der Wedemark am 24. Oktober mit einem Infostand.
Der Arbeitskreis Inklusion in der Wedemark führt seit etwa vier Jahren regelmäßige Aktivitäten für Menschen mit und ohne Behinderung durch. Die Spenden und die sich daraus ergebenden Ausgaben werden von der Stiftung treuhänderisch für den Arbeitskreis verwaltet. Aus diesen Mitteln erfolgten im Jahr 2014 Fahrten des Arbeitskreises nach Hildesheim zur Vertiefung der Zusammenarbeit im Arbeitskreis und nach Berlin mit Besuch des Bundestages und Gesprächen mit der Bundestagsabgeordneten Caren Marks. Darüber hinaus fand eine gemeinsame Klausurtagung des Arbeitskreises „Inklusion“ mit dem Behindertenbeirat der Gemeinde Wedemark statt. Im Jahr 2015 fand eine Veranstaltung mit Rene van Roll statt. Die geplante Klausurtagung musste verschoben werden. Die Berthold-Otto-Schule (Förderschule) stellt aufgrund der Umsetzung der UN Menschenrechtskonvention die Arbeit Zug um Zug ein. Kinder mit Förderbedarf werden zukünftig in den Regelschulen beschult. Dazu hat die Stiftung in der Vergangenheit bereits zwei Grundschulen in der Wedemark (Elze und Brelingen) als Pilotschulen finanziell unterstützt.
Durch den Wegfall der laufenden Unterstützung der Berthold-Otto-Schule beabsichtigt die Vorsitzende der Stiftung zukünftig die Regelschulen bei der Inklusion der Kinder mit Förderbedarf zu unterstützen, soweit notwendige Kosten nicht vom Schulträger übernommen werden.