4. Dorf- Garagenflohmarkt in Bissendorf

Der achtjährige Jeremy freut sich über seinen Quartettkauf am Stand von Dagmar Gehrke (rechts) sowie Sabine und Helmut Dohnke. Foto: B. Stache
 
Peer (von links), Enza, Rike, Juliane und Béla haben Freude beim Verkauf von Waffeln, Popcorn und alkoholfreiem Cocktail. Foto: B. Stache

Vom Klavier bis zur Barbie-Puppe – Besucher trotzen dem Regen

Bissendorf (st). Die Organisatoren des 4. Dorf- Garagenflohmarkts am Sonntag in Bissendorf, die Mitglieder des Verschönerungs- und Naturschutzverein Bissendorf, hätten sich besseres Wetter gewünscht – trotz Regen zog es dennoch zahlreiche Besucher zu den verschiedenen Ständen der 120 Aussteller und so manches gute Stück wechselte seinen Besitzer. Zu den heimischen Standbetreibern gehörte auch der 1. Vorsitzende des Bissendorfer Vereins, Helmut Dohnke. „Christian Smirr hatte vor zirka neun Jahren die Idee zu diesem Flohmarkt, der alle zwei Jahre stattfindet. Dies ist heute der vierte“, erklärte der Vereinsvorsitzende. „Jeder Betreiber zahlt fünf Euro Standgebühr. Der Überschuss geht an den Runden Tisch und kommt diesmal den Flüchtlingen in der Wedemark zugute“, fügte Helmut Dohnke an. „Mein Mann und ich sind heute zum dritten Mal mit einem eigenen Verkaufsstand dabei. Das netteste sind die Gespräche mit den Menschen, die vorbeischauen. Da wird das Verkaufen zur Nebensache“, erzählte Sabine Dohnke, während sich der achtjährige Jeremy aus Sehnde fünf Quartette aus dem reichhaltigen Flohmarktangebot der Familie Dohnke aussuchte. „Damit spiele ich mit meiner Oma und meiner Mama“, verriet der Junge nach seinem Schnäppchenkauf. Die Flohmarkt-Organisatoren des Bissendorfer Vereins hatten sich viel Mühe gegeben und einen Übersichtsplan über alle Stände im Ort erstellt, an dem sich die Besucher orientieren konnten. Ob Barbie Puppen am Stand der zwölfjährigen Catalina oder ein Klavier der Marke Bogs & Voigt, das aus Schutz vor dem Regen im Haus der Familie Smirr verblieb, das Angebot war vielfältig. „Die Idee war, seinen ´Trödel` einfach vor die Tür zu stellen, um mit Menschen in Kontakt zu treten“, erinnerte sich Christian Smirr am Sonntag. „Wir haben auch bewusst an die Kinder gedacht, die so ihr Taschengeld aufbessern können oder auch etwas für kleines Geld zum Spielen finden“, erklärte Speditionskaufmann Smirr, der seit 51 Jahren in Bissendorf lebt und seit vielen Jahren Mitglied des Verschönerungs- und Naturschutzvereins ist. „Auf ausdrücklichen Wunsch vieler Flohmarktbesucher der vergangenen Jahre haben wir diesmal verstärkt auf Verpflegung Wert gelegt“, sagte er, während seine beiden Söhne Lennart und Merten für die Besucher Erdbeerbowle und Flammkuchen im Angebot hatten. An einem anderen Stand freuten sich die Jugendlichen Enza, Rike, Juliane, Peer und Béla beim Verkauf von selbst hergestellten Waffeln, Popcorn, Kaffee, Tee und Kuchen sowie alkoholfreiem Cocktail, einem Virgin Pina Colada. Für das Klavier, das die Familie Smirr 2001 für ihren Sohn Lennart von einer Klavierlehrerin aus Bissendorf-Wietze gekauft hatte, gab es am Sonntag erste Interessenten. „Jetzt ist Lennart groß und die Räumlichkeiten werden anderweitig benötigt. Damit trennen wir uns von dem guten, alten Musikinstrument“, beschrieb Christian Smirr die Situation, die häufig dazu führt, dass Flohmärkte immer wieder mit neuer Ware bestückt werden. Wer sich für das Klavier interessiert, kann sich gerne mit der Familie Smirr in Verbindung setzen, Telefon (0 51 30) 73 96.