6.133,53 Euro für die Flüchtlingsarbeit

Strahlende Gesichter bei Gebern und Empfängern: Zoe Ilias und Edouard d‘Assonville überreichten am Donnerstag einen Scheck über 6.133,53 Euro an Barbara Fritsch-Pöhler und Ernst Pobloth vom Interkulturellen Treff und ihre „Schüler“, die Nutznießer der Summe. Die Gemeinde war durch Bürgermeister Helge Zychlinski. Foto: A. Wiese

Benefizkonzerte und Weihnachtskonzert der Schüler für den guten Zweck

Mellendorf (awi). Es sei eine unglaublich hohe Summe, mit der in der ehrenamtlichen Bildungsarbeit des Interkulturellen Treffs für die Flüchtlinge ganz viel bewirkt werden könnte, freuten sich am Donnerstag Barbara Fritsch-Pöhler und Ernst Pobloth vom IKT. Sie nahmen von Zoe Ilias und Edouard d‘Assonville vom Gymnasium einen Scheck über 6.133,53 Euro entgegen. 4.863,44 Euro sind an Spenden bei den beiden Benefizkonzerten, die Zoe und Edouard schulübergreifend im Forum organisierten, zusammengekommen. Weitere 1.270,09 Euro an Einnahmen aus dem Weihnachtskonzert des Gymnasiums, die normalerweise für die Musikgruppen verwendet werden, stellten dessen Organisatoren kurzfristig ebenfalls für die Flüchtlingsarbeit zur Verfügung. So kam eine wirklich namhafte Summe zustande, die der IKT in Absprache mit der Gemeinde und den Organisatoren der Spendenaktion für die Bildungsarbeit mit den Flüchtlingen und ihren Familien verwenden möchte. „Der Deutschunterricht wird ehrenamtlich von zurzeit acht Lehrkräften für mehr als 20 Flüchtlinge, die mindestens sechs verschiedene Sprachen sprechen, gegeben. Und daran wird sich auch nichts ändern“, so Ernst Pobloth. Doch mit den finanziellen Mitteln habe der IKT jetzt auch die Möglichkeit, einmal Ausflüge mit den Flüchtlingen zu unternehmen, um sie zusätzlich zur Sprache ihres Gastlandes auch mit dessen Kultur vertraut zu machen. „Wir können jetzt mal einen kleinen Bus mieten, in Museen und Ausstellungen fahren und mit den Frauen und ihren Kindern etwas unternehmen, beziehungsweise eine Kinderbetreuung organisieren, um den Frauen Freiraum zu verschaffen“, erklärte Barbara Fritsch-Pöhler. Bürgermeister Helge Zychlinski bedankte sich im Namen des IKT und der Gemeinde für das herausragende Engagement der Schüler, die an zwei Abenden ein Konzert auf die Beine gestellt hätten, „mit dem wir bald in Hannover konkurrieren können“. In der Organisation dieses Events habe unglaublich viel Arbeit gesteckt. Das erkannten auch Pobloth und Fritsch-Pöhler an. Das Geld helfe unendlich weiter, doch vor allem brauchten IKT und Flüchtlinge solche „Kümmerer“, die den Flüchtlingen und ihren Kindern Kontakt und Umgang mit Sprache und Kultur ermöglichten. Wer sich davon angesprochen fühlt und helfen möchte, in welcher Form auch immer, ist eingeladen, sich bei Julia Weber in der Gemeindeverwaltung unter der Telefonnummer (0 51 30) 58 12 87 zu melden.