7. Kinderrechtskunstwerk in Abbensen eingeweiht

Bernd Tschirch (v. l.) und Sylvia Beins hören sich die Erklärungen von Heike Schötker zum 7. Kinderrechtskunstwerk an. Foto: B. Stache

Mellendorfer Gymnasiasten präsentieren sich im Konterfei

Abbensen (st). Das 7. Kinderrechtskunstwerk des Projektes „Kinderrechte x 16“ wurde am Samstagvormittag feierlich am Rande der Schützenfestwiese in Abbensen eingeweiht. Im Schutz einer überdachten Sitzbank findet der Betrachter eine beidseitige Fotowand mit insgesamt 30 verschiedenen Portraits von zehn Schülerinnen und Schülern des Mellendorfer Gymnasiums. Unter Leitung der Künstlerin Heike Schötker und der Kunstlehrerin Sylvia Beins hatten sich die Gymnasiasten im Fotostudio der Künstlerin gegenseitig im Portrait fotografiert. Das Besondere: die Schüler hatten sich für einige Aufnahmen im Konterfei geschminkt – beispielsweise mit einem blauen Auge, einer Glatze oder mit Schrammen. „Die verschiedenen Portraits bieten so dem Betrachter den Blick auf sich verändernde Gesichter“, erklärte Heike Schötker anlässlich der Einweihung. Bei schönstem Sonnenschein sprachen der Leiter der Kinder- und Jugendkunstschule Wedemark e.V., Bernd Tschirch, Rebecca Schamber in Vertretung des Bürgermeisters, Ortsbürgermeister Peter Reuter, Alfred Falkenberg, Vorsitzender des Dorfverschönerungsvereins sowie Heike Schötker zu den zahlreichen Gästen. Tschirsch dankte der VR-Stiftung, die das Projekt mit 80 000 Euro unterstützt hat, sowie der Gemeinde Wedemark für Know How und finanzielle Unterstützung. Großes Lob zollte er Torbjörn Johansen als Leiter der Gemeindejugendpflege für seine engagierte Arbeit, vor allem das Herstellen der vielen guten Kontakte zu Ortsräten und der Jugendkunstschule. Mit Blick auf das 7. Kinderrechtskunstwerk erläuterte die Künstlerin Heike Schötker: „Dieses Denkmal soll uns alle auffordern, uns darüber Gedanken zu machen, was das Gesicht als etwas Wesenhaftes einer Person über die Identität dieser Person verrät. Hierzu haben sich die Schüler in drei Situationen gegenseitig fotografiert: als normales Portrait, ohne Haare und mit Verletzungen.“ Der Betrachter sei aufgefordert zu beurteilen wie er die einzelnen Personen einordnet und seinen eigenen Standpunkt zu den Kinderrechten zu überdenken, machte die Künstlerin die Bedeutung des Werkes deutlich. „Ich hoffe, dass dies Kunstwerk uns lange erhalten bleibt. Es ist ein richtiger Lichtblick, es strahlt weiß aus der grünen Umgebung heraus“ sagte Peter Reuter und dankte der Dorfgemeinschaft Abbensen für die Organisation der Einweihungsfeier, bei der es zum Abschluss noch Gutes vom Grill und Getränke gab. Mit dem Lied „Blumen die läuten den Frühling ein“ hatte der Kindergarten Abbensen die Einweihungsfeier eröffnet.