900 Quadratmeter zum Spielen

Die Mellendorfer Ortsbürgermeisterin Christa Goldau (links) mit der stellvertretenden Bürgermeisterin der Gemeinde Wedemark Rebecca Schamber (3. v. links) und den Ortsratsmitgliedern Sabine Lotz (2. v. links), Jessica Borgas (3. v. rechts), Werner Husmann (2. v. rechts) und Hannelore Fahnemann bei der Einweihung des neuen Spielplatzes „Am Rutenberge“. Die Kinder: Bjarne Borgas (8), Peter Schroeder (10), Helena Richter (6) und Julia Schroeder (4) (von links) sind begeistert. Foto: N. Mandel

Eltern und Kinder freuen sich über den neuen Spielplatz „Am Rutenberge“

(nm). Am Montag war es endlich so weit: Der neue 900 qm große Spielplatz in Mellendorfs neuestem kommunalen Neubaugebiet „Am Rutenberge“ konnte eingeweiht werden. Zum Spielen offiziell freigegeben wurde die Fläche schon vor vier Wochen. „Damit die Kinder die Ferienzeit gut nutzen können“, sagt Thomas Warneke vom Team Gebäude- und Flächenunterhaltung der Gemeinde Wedemark. Um den Spielplatz im Neubaugebiet am Kreuzkamp zu erreichen, hätten die Kinder die K 144 überqueren müssen. „Da das nicht ungefährlich ist, wurde im Ortsrat einstimmig für den Bau des Spielplatzes Am Rutenberge gestimmt“, so Christa Goldau, die Mellendorfer Ortsbürgermeisterin. Zunächst hatte die Gemeinde zusammen mit den Eltern aus dem Neubaugebiet Ideen gesammelt. Vier Vorschläge habe sich die Gemeinde letztlich unterbreiten lassen, die Wahl sei dann auf einen Spielplatz für Kinder mittleren Alters gefallen. „Mittlerweile leben sicher fast 40 Kinder in den neu erbauten Häusern“, sagt Anwohnerin Katharina Richter, die sich mit ihren drei Kindern Helena (6), Mathilda (4) und Oscar (9 Wochen) über die Investition am Ort freut. 20.000 Euro hat die Gestaltung der Fläche bisher gekostet, 16.000 Euro wurden allein in die Spielgeräte investiert. Weitere 5.000 Euro sind im Haushaltsjahr 2015 zum Beispiel für das Aufstellen von Mülleimern und weiteren Bänken und für das Pflanzen von Bäumen eingeplant. „Durch die Verteilung der Ausgaben über zwei Haushaltsjahre, haben wir die Möglichkeit, eine Spielsaison lang alle Varianten gemeinsam mit den Eltern zu überdenken“, stellt Thomas Warneke fest. Diese wissen die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde sehr zu schätzen. Allzu oft stünden nämlich die Papierkörbe direkt neben den Bänken, auf denen dann ab Juli aus Angst vor Wespenstichen sowieso niemand mehr sitze, das wolle man hier anders lösen. Vieles sei zu bedenken, auch eine Straßenlaterne fehle noch und mit dem Zugang zur Fläche, der ausschließlich seitlich über den kleinen Anstieg zur Wiese erfolgen soll, sind noch nicht alle ganz glücklich. Besonders die Familien, die in zweiter oder dritter Reihe zum Spielplatz wohnten, hätten somit einen beschwerlicheren Weg, der häufig auch mit Kinderwagen zurückzulegen sei. Das falle bei der Praxiserprobung im Alltag dann eben doch eher auf, sodass diese Aspekte in die weitere Planung einfließen könnten. Erweiterbar sei der Spielplatz in westlicher Richtung, die große Fläche am östlichen Zugang dient aus bauplanerischer Sicht als Ausgleichsfläche. „Hier könnten die Kinder doch Drachen steigen lassen“, meint Thomas Warneke. Leider lade die viele freie Fläche im Moment auch dazu ein, Dinge abzustellen, die nicht auf den Spielplatz gehörten. Für die Gemeinde sei das aus Versicherungsgründen nicht unproblematisch, so dass hier ein Informationsbedarf der Anwohner bestehe. Die Kinder lassen sich dadurch nicht abhalten, ausgelassen zu spielen und alle aufgestellten Geräte zu nutzen. Es wird schon fleißig gebuddelt, gerutscht und geklettert. Und die Eltern haben ein gutes Gefühl, ihre Kinder direkt im ihrem Wohngebiet draußen spielen lassen zu können.