Abschied von Schulleiterin Margot Trott

Bürgermeister Tjark Bartels verabschiedete im Namen des Schulträgers Gemeinde Wedemark Margot Trott mit einem Bildband. Foto: A. Wiese

Für die Berthold-Otto-Förder-Schule beginnt im August eine neue Ära

Mellendorf (awi). Zwei Jahrzehnte lang hat Margot Trott die Ge-
schicke der Berthold-Otto-Förderschule geleitet. Am Freitag wurde sie in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet, hat aber beileibe nicht vor untätig zu werden. Erstmal wird sie mit Mann und Wohnmobil auf Reisen gehen. Ob sie die Schule vermissen wird, ist unter diesen angenehmen Voraussetzungen fraglich, aber dass die Schule sie vermissen wird, ist bereits jetzt unstrittig und wurde auch bei der Verabschiedung am Freitag deutlich. „Keine Reden, keine Geschenke“, hatte sich Margot Trott ausgebeten, aber wahrscheinlich bereits geahnt, dass das nicht klappen würde, und so hielt sie zum Auftakt selbst eine Rede: „Dies hier ist eine gute Schule, stark und voller Leben.“ Eine gute Schule mache sich fest an guten Schulleistungen, aber auch an guten Schülern, „die mitmachen, was wir ihnen anbieten“. Und eine gute Schule lebe von Menschen, die dort arbeiten sowie Eltern, die sich an ihr engagieren. Doch auch der Schulträger sei mit im Boot schickte Trott auf diesem Weg auch gleich einen Dank an Bürgermeister Tjark Bartels. Sie bedankte sich bei zahlreichen Institutionen für die gute Zusammenarbeit und nannte stellvertretend die Stiftung für Behinderte. Aber – typisch Margot Trott – die scheidende Schulleiterin nahm auch kein Blatt vor den Mund und sagte, „was nicht so gut war“: „Vom Kultusministerium war da nicht so viel. Das war unbefriedigend. Nur weil wir Ganztagsschule geworden sind, uns aus Gründen der Gleichbehandlung die Stunden für die volle Halbtagsschule zu streichen, da hat man schon das Gefühl, wir sollen langsam ausgetrocknet werden“, kritisierte Trott. „Ein Orkan rauscht durch die Schule und trägt den Namen Margot Trott“, charakterisierte ihre Kollegin Helga Wolter die scheidende Chefin. Sie habe hier nicht nur die Ärmel hoch-, sondern die ganze Schule umgekrempelt. „Du bist Lebendigkeit, Energie und Lebensfreude, wir deine Kollegen schätzen dein Temperament“, wandte sich Wolter an Trott. Mit ihrem „Herz für Kinder“ habe sie sich dafür eingesetzt, dass Schule nicht Lernfabrik, sondern Lebensraum für die Kinder sei. Dezernent Eike Möring bescheinigte Trott, er verliere sie nur ungern aus den Reihen der Förderschulleitung: „Sie waren eine Bereicherung jeder Dienstbesprechung und mit Leib und Seele Förderschullehrerin: unkonventionell auf den Wegen und quer im Denken!“ Bürgermeister Tjark Bartels verabschiedete die Burgwedelerin Margot Trott mit einer Flasche Wedemärker Sekt und einem Fotobildband.