aha sammelt ab 2013 keine Gelben Säcke mehr im Umland der Region Hannover

Duales System Deutschland beauftragt im Umland einen privaten Entsorger mit der Sammlung von Leichtverpackungen

Region. Ab Januar 2013 sammelt der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) in den Umlandkommunen der Region Hannover keine Leichtverpackungen in Gelben Säcken oder gelben Tonnen mehr. Den Auftrag für die Sammlung von Leichtverpackungen (LVP) hat das Duale System Deutschland (DSD) an den privaten Entsorger ALBA vergeben. Dieser hatte für den Dreijahresauftrag ein niedrigeres Angebot abgegeben als aha und daher den Zuschlag erhalten. In der Landeshauptstadt Hannover sammelt aha die Säcke im kommenden Jahr auch weiterhin.
Für die Einwohnerinnen und Einwohner in den Umlandkommunen der Region Hannover sollen die Auswirkungen durch den Wechsel nicht spürbar sein: „Auftragsbedingung des Dualen System ist es, dass der private Entsorger die Leichtverpackungen am selben Tag abholt wie alle anderen Abfallfraktionen auch und die Säcke über die bekannten Stellen vertreibt. Unsere Wertstoffhöfe, Bürgerbüros und Geschäfte werden also vom künftigen Auftragnehmer mit kostenlosen Säcken beliefert“, erklärt aha-Geschäftsführerin Kornelia Hülter.
In der Vergangenheit war aha selbst für die Verteilung der Säcke zuständig und hat eine steigende Tendenz in der Nachfrage verzeichnet. „Die Bürgerinnen und Bürger der Region Hannover haben über die Jahre hinweg eine steigende Anzahl an Säcken abgeholt. Diesen Trend und die steigenden Bezugspreise für die Säcke haben wir in unserer Kalkulation berücksichtigt“. Nur so kann sich Hülter die Differenz zwischen dem Gebot des Bestbieters und aha erklären: „Trotz Tarifbindung und guten Standards sind wir nicht teurer als die Privatwirtschaft.“
Negative Auswirkungen auf die Müllgebühren sind durch den Verlust des Auftrags im Umland jedoch nicht zu erwarten: „Die Sammlung der Gelben Säcke haben wir zu Vollkosten angeboten. Die Einnahmen hätten unseren Aufwand genau gedeckt. Ohne den Auftrag werden wir zwar einen niedrigeren Umsatz haben, aber trotzdem ein stabiles Ergebnis.“
Dass es nicht zu Gebührenerhöhungen kommt, muss aber mit dem Preis bezahlt werden, dass die Zeitverträge der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die für die Sammlung von LVP eingestellt wurden, nicht verlängert werden können. „Wir bedauern sehr, dass wir nicht alle Mitarbeiter über das Jahresende hinaus beschäftigen können und prüfen alternative Einsatzmöglichkeiten im Unternehmen“, so Hülter.