Aktion Frauen in die Feuerwehr

Jugendwartin Cara Nadine Kutzner (links) beim Übungsabend mit der Jugendfeuerwehr Resse. Foto: B. Stache
 
Cara Nadine Kutzner ist seit Oktober 2013 Jugendwartin der Freiwilligen Feuerwehr Resse. Foto: B. Stache

In Resse gibt Cara Nadine Kutzner ein gutes Beispiel

Resse (st). Cara Nadine Kutzner, die Oberfeuerwehrfrau und Jugendwartin der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Resse, ist ein beredtes Beispiel für die Aktion „Frauen in die Feuerwehr“, die derzeit in der Wedemark propagiert wird. Sie ist seit ihrem 10. Lebensjahr Mitglied der FFW Resse und folgt damit einer Familientradition: „Mein Opa, mein Bruder und mein Onkel waren in der Feuerwehr, aber auch viele Freunde“, erklärte die 23-jährige Fachangestellte der Gemeinde Wedemark. Auf Initiative der Stellvertretenden Bürgermeisterin Rebecca Schamber, der Gleichstellungsbeauftragten Mona Achterberg sowie Elzes Ortsbürgermeister Jürgen Benk in seiner Funktion als Vorsitzender des Feuerschutzausschusses, wurde diese Aktion in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung ins Leben gerufen. Seit 2007 ist Cara Nadine Kutzner auch in der aktiven Feuerwehr eingesetzt. Anfang Oktober diesen Jahres übernahm sie den Posten der Jugendwartin: „Ich beabsichtige, an einem Lehrgang für Jugendwarte an der Landesfeuerwehrschule teilzunehmen sowie an einem juleica-Kurs“. Mit dem Erwerb der Jugendleitercard, einem bundeseinheitlichen Ausweis, qualifiziert sie sich für ehrenamtliche Einsätze in der Jugendarbeit und weist sich als Jugendleiterin aus. Als Jugendwartin organisiert sie bereits jeden Mittwoch von 18.30 bis 20 Uhr im Feuerwehrgerätehaus Resse die feuerwehrtechnische Ausbildung der Resser Jugendfeuerwehr, der momentan jeweils acht Jungen und Mädchen im Alter von 10 bis 15 Jahren angehören. „Wir machen auch Sport und üben Geschicklichkeit sowie Bewegungsabläufe. In der Sporthalle bereiten wir uns derzeit auf das jährliche Völkerballturnier der Gemeindejugendfeuerwehr der Wedemark vor, das im Februar stattfindet“, so die Jugendwartin. Sie gehe mit den Jugendlichen auch zum Schwimmen, um das Gruppengefühl zu stärken, fügte sie an. Gemeindebrandmeister Dr. Maik Plischke begrüßte am Mittwochabend in Resse im Beisein von Rebecca Schamber, Mona Achterberg, Jürgen Benk, Daniel Diedrich, Sachbearbeiter für Feuerwehrangelegenheiten, sowie Ortsbrandmeister Henning Schwentker das Engagement von Frauen in der Feuerwehr: „Es gibt so viele Aufgaben in der Feuerwehr, dass wir jede und jeden gebrauchen können“, erklärte er mit Hinweis auf das „immer vorgeschobene Argument der hohen körperlichen Belastung“. In einer Zeit, in der viele außerhalb des Wohnortes ihren Arbeitsplatz haben, sei jede neue Feuerwehrkameradin und jeder -kamerad willkommen. „Unser Ziel ist es, die Tagesverfügbarkeit zu erhöhen“, sagte Dr. Plischke. So könnten nach seiner Einschätzung beispielsweise Mütter überlegen, deren Kinder vormittags in der Schule sind, in die Feuerwehr einzutreten und sich am Einsatzgeschehen zu beteiligen. Der Gemeindebrandmeister empfiehlt interessierten Frauen, sich mit der ortsansässigen Feuerwehr in Verbindung zu setzten: „Um einmal zu sehen, ob das etwas für mich ist.“ Jürgen Benk warb ebenfalls für die Aktion „Frauen in die Feuerwehr“: „Sie soll verdeutlichen, dass auch Frauen aktiv in der Feuerwehr mitmachen und ihren Dienst verantwortungsvoll leisten können.“ Die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Wedemark, Mona Achterberg, lobte das ehrenamtliche Engagement von Cara Nadine Kutzner als Jugendwartin und erklärte: „Ich finde es löblich, dass hier bei der Jugendfeuerwehr in Resse das Verhältnis zwischen Jungen und Mädchen so ausgeglichen ist.“