Aktiv werden gegen Bahnhofsvermüllung

Über die NISS-Säule am Mellendorfer Bahnhof Kontakt zum Bahnhof in Hannover aufzunehmen, ist eine Möglichkeit, um Hinweise auf die Vermüllung und ihre Verursacher zu geben, erklärte Ditmar Hahn vom Bahnhofsmanagement der stellvertretenden Ortsbürgermeisterin Jessica Borgas. Foto: A. Wiese

Stellvertretende Ortsbürgermeisterin trifft sich mit Bahnhofsmanagement

Mellendorf (awi). Die Vermüllung des Mellendorfer Bahnhofs ist ein Dauerthema seit vielen Jahren. Mal ist es mehr, mal weniger schlimm. Zurzeit gerade mal wieder mehr. Seit einigen Wochen kommt die Bahn mit der Reinigung der Sitzbänke im Wartebereich und den umliegenden Grünflächen kaum hinterher. Die Beschwerden von Bahn-Nutzern laufen nicht nur dort auf, sondern oft auch bei der stellvertretenden Ortsbürgermeisterin Jessica Borgas. Sie traf sich jetzt mit Ditmar Hahn vom Bahnhofsmanagement zu einem Ortstermin.
An diesem Tag war der Bahnhof natürlich sauber, relativ jedenfalls, wie das immer ist mit dem Vorführeffekt. Zigarettenkippen auf dem Fußboden sollte es auf einem rauchfreien Bahnhof zwar auch nicht in Hülle und Fülle geben, doch das ist nichts gegen die Vermüllung mit Haus- und Restmüll, die zuweilen eine Nutzung des Wartebereichs geradezu unmöglich macht und mittlerweile zu den meist diskutiertesten Themen auf facebook gehörte. Gleich zu Beginn des Gesprächs machte Jessica Borgas deutlich: „Das geht hier nicht gegen die Bahn. Die tut, was sie kann, reinigt den Mellendorfer Bahnhof regelmäßig und bei Meldung einer besonderen Verschmutzung auch außer der Reihe.“ Doch die Entfernung des Mülls ist die eine Sache, viel entscheidender wäre es, die Verursacher zu ermitteln und zur Rechenschaft zu ziehen. „Wir haben bereits eine zusätzliche Bestreifung des Mellendorfer Bahnhofs durch den Bahnschutz veranlasst“, berichtete Ditmar Hahn, der an diesem Tag auch gleich die regelmäßige Beurteilung des Bahnhofes eingab. Am Dienstag hat er mit 64 Prozent noch knapp bestanden. 60 Prozent muss er bei diversen Kriterien mindes-tens erreichen. Gestern wäre er durchgefallen (siehe kleines Foto 0ben). „Wir appellieren auch an die soziale Verantwortung der Bürger. Wer sieht, wie jemand Müll entsorgt und vorhandenen Müll aus den Papierkörben verteilt, sollte sich bei Bahn oder der örtlichen Polizeidienststelle melden. Deren Beamte werden nämlich am Bahnhof tätig, wenn sie ein konkretes Delikt gemeldet bekommen, bestreifen ihn ansonsten aber nicht, weil er nicht zu ihrem Gebiet, sondern zur Bahn gehört, betont Einsatz- und Streifendienst-Leiter Peter Wengler. Jessica Borgas und Ditmar Hahn haben einige Ideen sowohl präventiver Art als auch zur schnellen Beseitigung des Mülls erwogen, die aber noch nicht so spruchreif sind, dass sie öffentlich gemacht werden können. „Auf jeden Fall bleiben wir in engem Kontakt“ versicherten beide.