Aktiver Austausch geplant

Nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung (von links): Susanne Brakelmann (Vorsitzende des Partnerschaftskomitees der Gemeinde Wedemark), Bürgermeister Helge Zychlinski, Bürgermeister der Gemeinde Gislaved Niclas Palmgren und Vizebürgermeisterin der Gemeinde Gislaved Maria Johannson. (Foto: N. Mandel)

Partnerschaft mit schwedischer Gemeinde Gislaved

Wedemark (nm). Im Saal des Bissendorfer Bürgerhauses wurde nun der Grundstein für die formalen Voraussetzungen der Partnerschaft zwischen der Gemeinde Wedemark und der schwedischen Gemeinde Gislaved gelegt. Bürgermeister Helge Zychlinski und Niclas Palmgrem, Bürgermeister von Gislaved, sowie seine Stellvertreterin Maria Johannson unterzeichneten gemeinsam eine Absichtserklärung. Mit der formellen Unterzeichnung der gemeinsamen Absichtserklärung ist die Basis für weiterführende gemeinsame Projekte gelegt.
Seit mehreren Jahren bereits wird der Kontakt aufgebaut. Erste gegenseitige Arbeitsbesuche fanden schon in den Jahren 2010 und 2011 statt, auf der Wirtschaftsmesse der Wedemark im Jahr 2013 stellten die Schweden die Region Smaland vor.
Auch die Herausforderungen rund um die Themen demografischer Wandel, Fachkräfte, Pflege und Ehrenamt sollen gemeinsam durchdacht werden. Themen für den interkommunalen Austausch sollen weiter konkretisiert werden. Die Wedemärker könnten von den Erfahrungen der Schweden im Bereich Vereinbarkeit von Familie und Beruf lernen, da sind die skandinavischen Länder Vorreiter. Ein Schüleraustausch über die IGS Wedemark mit den Schweden ist bereits zustande gekommen. „Denkbar wäre auch der Austausch von Lehrlingen und Auszubildenden“, sagt Carsten Niemann, Wirtschaftsförderer der Gemeinde Wedemark. Gemeinsam könnte an EU-geförderten länderübergreifenden Projekten und am Aufbau wirtschaftlicher Netzwerke gearbeitet werden.
„Für Schweden ist die Wedemark als Tor zur gesamten Region Hannover interessant“, sagt Susanne Brakelmann, Vorsitzende des Partnerschaftskomitees der Gemeinde Wedemark. Bei ihrem letzten Besuch Mitte September, bei dem auch Offizielle anderer schwedischer Gemeinden mit dabei waren, konnten Pläne für einen Messeauftritt der Schweden auf der Wirtschaftsmesse 2015 in Hannover konkretisiert werden. Die Wedemärker wiederum sind eingeladen, sich auf der Industriemesse im Mai 2015 in Anderstorp zu präsentieren.
Die besten Voraussetzungen für die Zusammenarbeit schafft die zugewandte persönliche Atmosphäre bei den Arbeitstreffen: „Es herrschte bei unserem letzten Besuch in Gislaved Anfang Oktober fast eine Art Euphorie. Alle kamen sofort in das Gespräch, auch persönlich ist man sich sympathisch“, freut sich Susanne Brakelmann. Die Sprachbarriere sei auch leicht zu überwinden: viele Schweden verstehen etwas Deutsch, ansonsten funktioniere die Verständigung auf Englisch.
An Austausch interessierte Vereine oder Unternehmen könnten sich in der Gemeinde an Julia Weber vom Team Schule und Sport wenden.