Am Sonntag wird die Chronik vorgestellt

Annemarie Buschbaum mit dem ersten gebundenen Exemplar der Wiechendorfer Chronik. 120 Exemplare sind zunächst aufgelegt. Foto: A. Wiese

Annemarie Buschbaum hat Historie und Anekdoten aus Wiechendorf aufgearbeitet

Wiechendorf (awi). Jahrelange Recherchen der mittlerweile 85-jährigen Annemarie Buschbaum aus Scherenbostel münden in einem Buch mit dem Titel „Chronik und Geschichten aus Wiechendorf“. Mittlerweile ist es fertig, in einer Auflage von 120 Büchern gedruckt und wird am Sonntag, 25. April, um 15 Uhr im Drei-Dörfer-Treff in Scherenbostel offiziell vorgestellt. Die Bewohner der drei Ortschaften Scherenbostel, Wiechendorf und Schlage-Ickhorst machen diesen Anlass zu einem Fest. Es gibt Kaffee, Kuchen und kalte Getränke, eine Ausstellung alter haus- und landwirtschaftlicher Geräte sowie alter Unterlagen aus der Schulgeschichte. 120 Ausgaben der Chronik liegen zum Verkauf bereit – dank vieler Sponsoren zu einem Preis von 22 Euro pro Exemplar. Christa und Friedel Lüddecke aus Evensen bei Neustadt haben wie bereits bei zahlreichen anderen Bildchroniken aus der Wedemark Annemarie Buschbaum auch diesmal kompetent beim Layout und der Erstellung des gewichtigen Werkes unterstützt. Seit 15 Jahren hat sich der schwerkranke Friedel Lüddecke, geborener Bissendorfer, unterstützt von seiner Frau, der digitalen Erfassung von Bildern und dem Layouten von Seiten verschrieben und es zu seinem Lebensinhalt gemacht. Er und Annemarie Buschbaum waren ein prima Team, versichert der Evenser, der bedauert, aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Veranstaltung am Sonntag teilnehmen zu können. Buschbaums Dank gilt jedoch nicht nur dem Ehepaar Lüddecke, sondern auch Dr. Hellmuth Hahn, der ihr seine Archiv- und Kirchenbuchunterlagen zur Verfügung stellte. „Überhaupt habe ich beim Aufsuchen und -finden der erforderlichen Unterlagen eine große Hilfsbereitschaft der Wiechendorfer erfahren“, berichtet Annemarie Buschbaum. Sie schwärmt geradezu von den Dachbodenfunden bei Bernhard Mente, Friedrich Detmering und bei Familie Schnehage. Vieles sei leider bei Bränden verloren gegangen, so zum Beispiel bei Friedrich Mente. Besonders aufschlussreich seien die Aufzeichnungen von Heinrich Mohlfeld, die einen guten Überblick über die alten Zeiten und die Entwicklung der Höfe geben. Im Hof Cohrs fand die Chronistin genaue Unterlagen der Herkunst der Familie aus den Heidedörfern und von den Höfen Harke, Querfeld/von der Wroge und
Hackerott gebe es ebenfalls sehr viel zu berichten. Auch die Gastwirtschaft Prendel gehört zum älteren Teil Wiechendorfs. Außerdem geht sie auf die Siedlungen besonders ein und erzählt Geschichten und Begebenheiten des Alltags von gestern und heute aus Landwirtschaft, Schule, Jagd, von Moor, Ziegelei und Feuerwehr. Auch „Olle Kamellen und Raritäten fehlen nicht, und vor allem gibt es Bilder, Bilder, Bilder zu sehen.
Einen besonderen Stellenwert nahm in Wiechendorf schon immer die Pferdezucht ein.
Daher gab Annemarie Buschbaum dem ECHO die freundliche Genehmigung, dieses Kapitel der Chronik in Auszügen abzu-
drucken (siehe Seite 12).