Antikriegstag 2012

n der Kriegsgräberstätte, Marina Hammer, zweite von rechts, Caren Marks, dritte von rechts und SPD Landtagskandidat Rüdiger Kauroff rechts im Bild. Foto Reiner Fischer

SPD-Wedemark gedenkt Beginn des 2. Weltkrieges

Bissendorf. Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht in Polen der Zweite Weltkrieg. Die verheerende Bilanz dieses fast sechs Jahre dauernden Krieges waren 60 Millionen Tote auf der ganzen Welt. Nicht die Soldaten in den Kämpfen waren die Hauptbetroffenen, sondern die Zivilbevölkerung hatte die größten Leiden und die furchtbarsten Opfer zu tragen. Die SPD Wedemark erinnert seit vielen Jahren an diesen Tag, der sich unter dem Begriff „Antikriegstag“ eingeprägt hat.
In einer kleine Andacht vor dem Kriegsgräberdenkmal auf dem Bissendorfer Friedhof erinnerte im Namen der SPD Wedemark die Vorsitzende der Jusos, Marina Hammer aus Bissendorf, an dieses Datum und die damit verbundenen Schrecken und Gräueltaten. In ihrer kurzen Ansprache ging sie darauf ein, dass seit Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 zu keinem Zeitpunkt auf der Welt wirklich Frieden geherrscht hat. Die Konflikte in Syrien, Afghanistan und vielen anderen Orten der Welt lassen noch immer die Bevölkerung, besonders die Frauen und Kinder, unter den Folgen der kriegerischen Auseinandersetzungen leiden. Dankbar erinnerte Hammer daran, dass die Menschen in Deutschland seit 1945 in einer langen Periode des Friedens leben. Keiner Generation vorher war dieses Glück beschieden. „Deswegen ist es unsere besondere Verpflichtung diesen 1. September nicht in Vergessenheit geraten zu lassen“, so Marina Hammer.
Nach ihr erinnerte die Vorsitzende der SPD Wedemark und Bundestagsabgeordnete Caren Marks an die Pflichten der Menschen und Politiker auf dieser Welt, sich endlich von Krieg und Gewalt zu trennen. Dazu gehören auch strengere Regeln für die Rüstungsexporte auch und gerade in Deutschland. Marks wies in ihrer Ansprache darauf hin, dass auch 73 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges Gewalt auf der Welt noch immer nicht eingedämmt ist. „Gerade wir in Deutschland, die in einer langen Friedensperiode leben, sind verpflichtet, uns dafür einzusetzen, dass die Gewalt in der Welt beendet wird. Die Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, der Sahelzone und anderen Gebieten zeigen uns, wer unter den Folgen von Gewalt und Hass am meisten zu leiden hat“, sagte Caren Marks.
Die Teilnehmer der SPD-Friedenskundgebung legten im Anschluss an eine Schweigeminute nach den Ansprachen rote und weiße Nelken als Erinnerung und Mahnung an der Kriegsgräberstätte und den Einzelgräbern nieder.